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| oben auf dem Swartberg Pass |
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| Mit dem Fahrrad auf dem Pass |
Vorgestern hat mich Mike tatsaechlich morgens noch vor seinem Fruehstueck in das andere Hostel gefahren. Ich hatte ausser einem Tee und einem Keks mit Alina auch noch nicht gefruehstueckt und wollte das angeblich kostenlose Fruehstueck im anderen Hostel mitnehmen. Das war allerdings nicht kostenlos. Beim Fruehstueck kam Lindsey dazu, die blonde Frau aus dem Bus. Sie ist Englaenderin aus Manchester und erzaehlte uns, dass sie vor hatte, eine Fahrradtour zu machen. Man wird mit dem Auto auf einen Berg gefahren, faehrt da mit dem Fahrrad runter, kommt zu den Cango Caves und anschliessend zur Straussenfarm. Spontan schliessen Gabriel und ich uns ihr an.
Der Weg auf den Berg stellt sich als Dirt Road raus. Da mit dem Fahrrad runterzufahren ist schon recht respekteinfloessend. Oben machen wir ein paar Fotos und auf dem Weg den Berg herunter auch. Ich fahre sehr langsam, weil ich Mountain Bikes ja nicht so wirklich gewohnt bin und mir auf der Strasse mit der steilen Steigung nicht so wohl ist. Gabriel versucht, waehrend des Fahrens Fotos zu machen und faellt dabei.
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| Turnen auf der Passhoehe |
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| Ich steige vom Pass aus noch hoeher! |
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| Ich auf dem Berg |
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| Dori faehrt Fahrrad |
Scheinbar haben wir zu viel Zeit mit dem Fotos machen vertroedelt und unser Fahrer, der uns mit 2 Ersatzfahrraedern begleitet, fahert uns die letzten Kilometer zu den Hoehlen, damit wir die Tour nicht verpassen.
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| Ich in der Hoehle |
In den Hoehlen buchen wir die Adventure Tour. Man laeuft dort nicht nur durch die Hoehle, sondern quetscht sich auch durch sehr enge Spalten. Es faengt ganz harmlos an, dass wir durch Raeume mit sehr niedriger Decke gehen und durch engere Spalten rutschen muessen. Bei dem Teil, der sich Devil's staircase nennt, wird es dann wirklich eng. Ich frage mich, wie die sehr dicken Leute - denn die waren auch auf der Tour - da durchpassen. Man muss durch einen Engen Spalt nach oben klettern, etwa 3 m hoch, aber das ist schon aufregend genug. Danach muss man noch durch die Postbox, wo wir erst auf dem Bauch hineinrutschen und uns dann auf den Ruecken drehen muessen, um anschliessend durch den Ausgang zu passen. Das hat jede Menge Spass gemacht. Leider waren in unserer Gruppe so viele Leute, dass es statt der angegebenen 90 Minuten direkt knapp 3 Stunden gedauert hat.
Anschliessend sind wir dann weitergefahren zur Straussenfarm. Mittlerweile sind wir auf richtigen Strassen und es geht nicht mehr so sehr steil runter, dafuer aber ab und an mal ein Stueckchen rauf.
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| Ich mit einem Straussenei |
Auf der Straussenfarm gibt es kostenlosen Tee. Uns ist zwar eher nach etwas frischem, aber Fluessigkeit ist schon mal gut.
Uns wird dann etwas ueber die Aufzucht von Straussen erzaehlt und wir duerfen einen Strauss umarmen. Danach geht es zum Straussen reiten. Lindsey und Gabriel versuchen es, aber ich finde das nicht gut. Die Tiere werden eingefangen, indem ihnen ein Sack ueber den Kopf gezogen wird. Dann wird der Reiter draufgesetzt und der Sack wieder entfernt. Das Tier rennt daraufhin los und findet das ganze offensichtlich nicht gut. Das ganze Spektakel wird von diesem Punkt an etwas zu touristisch. Dann werden die Voegel gefuettert und man darf auf den Strausseneiern stehen. Der Anfang der Tour war zwar ganz interessant, aber das Reiten und so fand ich echt nicht gut und hab die Straussenfarm deshalb auch nicht weiterempfohlen.
Als wir wieder da sind - es sind 30 Grad im Schatten - tauche ich kurz in den Pool. Das ist der kleinste Pool den ich je gesehen habe. Vielleicht 3x3 m. Schwimmen ist da nicht. Anschliessend sitzen wir noch etwas zusammen. Ich habe das Abendessen im Hostel gebucht: Quiche mit Spinat und Feta, Kartoffeln und Salat. Die Quiche ist aber keine. Eigentlich ist es nur Spinat in einer Auflaufform mit Feta oben drauf. Die Kartoffeln sind lecker und der Salat geht gar nicht. Da scheint Krautsalat drin zu sein, der aber so stark gewuerzt ist (vielleicht ist es auch der Essig) dass ich den nicht essen kann. Dann habe ich noch mein Hostel fuer Knysna gebucht und Gabriel hat mir brasilianische Schokolade geschenkt. Er hat entschieden, schon nach The Craggs zu fahren, weil er Bungee springen will und die Plaetze dafuer wohl schwierig zu bekommen sind.
Ich habe ein Foto von unserer Zimmertuer gemacht. Das Tuerschloss ist so niedrig, dass man sich buecken muss, um dranzukommen. Ich komme mir da etwas vor, wie Alice im Wunderland.
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| Jenni in Wonderland |
Am naechsten Tag haben wir noch einen halben Tag in Oudtshoorn uebrig und wir gehen zum Fruestueck in das Lokal, das Lindsey abends entdeckt hat. Es heisst Nostalgie und ist wirklich toll gemacht. In den Baeumen draussen haengen niedliche kleine Weihnachtsbaumkugeln und Holzherzen, ueberall stehen alte (Nostalgie-)Sachen rum und es ist total charmant. Ausserdem ist es das billigste Essen, was ich je bekommen habe. Fuer mein Fruehstueck, Obstsalat mit Muesli, Joghurt und Honig plus Getraenk und Nachtisch bezahle ich 55 R (etwa 3,9 Euro) incl. Trinkgeld. Mit Lindsay gehe ich noch zur Post, weil sie Briefmarken braucht und wir suchen zusammen einen Geocache. Lindseys erster und sie findet es total gut. Sie ist Weltreisende und erkennt darin eine gute Moeglichkeit zu markieren, wo sie war.
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| Warten in George |
Gegen 1 Uhr fahren wir mit dem Fahrer Abraham nach George, wo uns der Bus wieder abholen soll. Wir sind eine Stunde vor der planmaessigen Ankunftszeit dort und sitzen vorm Mc Donalds und warten. Der Bus selbst hat dann noch gute 2,5 Stunden Verspaetung. Wir verwenden 10 Minuten der vielen freien Zeit darauf, einen Geocache zu finden und die restliche Zeit schlagen wir irgendwie tot. Ich kann mir irgendwie bessere Sachen vorstellen, wie ich meinen Urlaub verbringen moechte.
Als der Bus dann doch kommt muss Lindsey feststellen, dass ihr naechster Stopp, das Beachhouse in Wilderness, nur 15 Minuten entfernt liegt und Abraham sie problemlos dort haette hinbringen koennen. Das Beachhouse wurde mir auch schon empfohlen. Im Schlafsaal dort gibt es keine Stockbetten und man hat Fenster, die bis zum Boden gehen und direkt aufs Meer schauen. Das ist doch ein Traum! Es sieht auch echt gut aus, als wir dort ankommen.
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| Dori wartet auf den Bus |
Mein Hostel in Knysna ist nicht so der Hit. Es ist dunkel und recht dreckig. Aber damit komme ich klar. Ich gehe abends mit zwei Hollaenderinnnen Essen. Sie erzaehlen mir, dass sie sich aergern, dass man staendig nur Deutsche trifft. Mir war das bis dahin nicht so aufgefallen, aber scheinbar haben sie Recht.
Wir sitzen anschliessend noch mit drei Deutschen auf der Terrasse und sie erzaehlen mir, dass eine von ihnen um ihre Kreditkarte betrogen wurde. Daraus lerne ich: Immer nur in belebten Orten Geld abheben und zwar nicht Nachts! Die drei wollen morgen zum Strand und sie haben ein Auto und wollen mich mitnehmen.
Ich darf vom Computer der Hollaenderinnen eine E-mail an Mike schreiben. Er wollte sich in Knysna mit mir am Strand treffen.
Am naechsten Morgen fruehstuecke ich mit den Deutschen. Sie erzaehlen mir beim Essen, dass sie noch Campingsachen im Auto liegen haben. Ich erklaere ihnen, dass sie doch keine Sachen im Auto lassen duerften, aber sie sagen mir, dass das doch nichts wertvolles sei.
Als wir zum Strand fahren wollen, entdecken sie, dass ihr Auto aufgebrochen wurde und ploetzlich waren die Sachen im Auto dann doch nicht so unwertvoll, wie sie vorher gesagt hatten. Fuer die drei hatte sich der Strandtag dann erledigt und ich habe Mike geschrieben, dass er mich abholen muesse, weil ich ja kein Auto habe.
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| Baboon am Strand |
Er hat erst mein Hostel nicht gefunden und kam deshalb etwa 30 Minuten spaeter, als geplant. Wir sind an einen kleinen Strand etwas ausserhalb gefahren. Er liegt an einer Steilkueste und ist relativ leer. An den Haeusern, die direkt am Strand liegen turnen Affen rum - Baboons (Paviane). Die sind ganz schoen gross und klauen wohl sehr gerne.
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| Der Strand |
Wir fragen andere Leute am Strand, ob sie auf unsere Sachen aufpassen
und gehen ins Wasser. Es ist kaelter als ich gedacht habe, aber waermer
als die Nordsee. An einer Stelle am Strand geht eine Art Priel relativ
weit in den Strand hinein und auf dem Verbindungsstueck zum Meer sprang
ein Fisch herum. Er war wohl zu nah am Strand und als die Ebbe kam, hat
er es nicht mehr zurueck ins Meer geschafft. Also habe ich ihn ins Meer
getragen. Der undankbare Fisch hat mich dafuer irgendwie gestochen,
sodass ich ihn habe fallen lassen. Ich habe ihn also vorsichtiger
angefasst und dann bis ins tiefe Wasser getragen.
Im ganz flachen
Wasser - also da, wo die Wellen nur ab und an mal hinspuelen - wohnen
Schnecken, die sich gegen die Kraft des Wassers im Sand festhalten. Die
sind echt cool und teilweise ganz schoen gross.
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| Doris Strandausflug |
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| Dori trifft eine Krabbe |
Mike will von mir ja etwas Akrobatik lernen, also bringe ich ihm ein paar Figuren bei. Das endet damit, dass wir komplett sandig sind und nochmal ins Wasser muessen, um uns abzuwaschen. Nachdem wir etwas getrocknet sind, gucke ich mir die Priele naeher an. Dort wohnen ganz kleine Fische, einige Krebse und sandfarbige Fische, die etwas wie Grundeln aussehen. Ausserdem finde ich sogar eine durchsichtige Garnele. Sie ist groesser, als meine Garnelen, etwa 2,5 cm. Ich schaffe es sogar, sie mit den Haenden zu fangen. Allerdings huepft sie einfach heraus. Ich wusste nicht, dass Garnelen so springen koennen.
Nachdem wir noch etwas Akrobatik gemacht haben, gehen wir im Wasser "Bodysurfen". Ein Surfbrett haben wir schliesslich nicht, also lassen wir uns so von den Wellen an den Strand tragen. Das hoert sich jetzt einfacher an, als es ist. Die Wellen sind naemlich richtig stark und teilweise etwa 2 m hoch. Da ist es mir auch manchmal passiert, dass ich unter Wasser gezogen wurde und erstmal nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Das Wasser hatte auch den Boden ganz gut aufgewirbelt, sodass ich anschliessend relativ gleichmaessig mit Sand bedeckt war. Vor allem natuerlich da, wo er sich gut festsetzt: In den Ohren, im Nacken und in den Haaren.
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| Ich am Strand |
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| Turnen am Strand |
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| Akrobatik am Strand |
Dann sind wir im fruehen Nachmittag zurueckgefahren zum Hostel. Die Hollaenderinnen haben uns erzaehlt, dass sie morgens beim Paragliding waren und nachmittags eine Quad-Tour machen wollten, die Deutschen waren noch mit ihren Autosachen beschaeftigt und noch nicht wieder aufgetaucht.
Mike und ich haben versucht, fuer morgen eine Canyoning-Tour zu buchen, aber die waren leider bis Weihnachten ausgebucht.
Dann sind wir an die Waterfront gefahren, haben bei Ocean Basket gegessen und sind noch durch die Touristengeschaefte gelaufen. Wir haben auch den Yachthafen besichtigt. Da stand zwar drann, dass der Zutritt fuer unbefugte nicht gestattet sei, aber erstens war die Tuer offen und zweitens sind wir in Afrika. Da haelt sich ja eh niemand an irgendwas. Also haben wir uns die Boote angeschaut. Allerdings habe ich hier den Eindruck, dass die Leute ihre Boote nur haben, weil sie nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Auf keinem einzigen Boot war ein Mensch zu sehen und rausgefahren war auch keins.
Dann sind wir noch einkaufen gegangen und ich habe anschliessend im Pool gebadet, um den groben Sand abzuspuelen. Den Duschen hier im Hostel traue ich naemlich nicht. Benutzt habe ich sie natuerlich trotzdem. Allerdings bin ich unsicher, ob ich anschliessend tatsaechlich sauberer war als vorher.
Die Fotos von den Hoehlen und der Straussenfarm kommen noch. Die hat Gabriel.
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