Freitag, 20. Dezember 2013

Tag 28 - bloeder Bus!

Great Karoo
Am Montag sind wir dann vom Great Karoo bis Kapstadt gefahren - das sind etwa 800 km. Morgens gabs ein African Breakfast aus Bacon, Boerewors (so ne Art Wurst, in der der ganze Fleischabfall verwertet wird), Toast, Spiegelei und Tomaten. Das war ganz lecker und heute gings auch mit dem Fleisch zum Fruehstueck.
Unsere Strassenbekanntschaft
Dann gings los, wieder ueber die dirt Road nach Sueden. Unterwegs haben wir eine Schildkroete getroffen und angehalten, um sie uns naeher anzusehen. Die Schildkroete hat das wohl ziemlich aufgeregt, denn sie hat mich angepinkelt. Fand ich widerum nicht so nett. Ansonsten war die aber echt niedlich.
Dann sind uns noch einige Rinder, Schafe und Warzenschweine begegnet. Ausserdem gibt es hier Kaktusfarmen. Die pflanzen ihre Kakteen in Reihen und ernten dann die Kaktusfruechte. Sieht witzig aus.
die Schildkroete und ich
Schaf auf der Strasse
Bekannte aus Europa
Zwangspause
Pause in der Great Karoo
Kurz bevor wir wieder auf der Landstrasse waren ist uns dann ein Reifen geplatzt. Der war vorher schon etwas platt und wir wollten ihn an der naechsten Tankstelle auffuellen - die war jetzt keine 5 km entfernt, aber der Reifen war jetzt ja eh hinueber. Der Nissan hat eine mega coole Reserverad-Aufhaengung. Wir mussten nicht den ganzen Kofferraum ausraeumen (die haben einen Feuerloescher dabei!!!), sondern nur mit einer Kurbel die Aufhaengung herunterkurbeln, die das Reserverad in einer Aussparung unter dem Auto haelt. Wir haben es dann geschafft, innerhalb von 20 Minuten den Reifen zu wechseln. Immerhin weiss ich, wie man das macht, also konnte David schon sein Fahrrad wieder anbauen, waehrend ich den Reifen aufgezogen habe.
Janet hat dann versucht, einen neuen Reifen zu organisieren, aber der 16.12. ist Feiertag, also war da nichts zu machen.
Die Umgebung wurde zusehends bergiger und die Strasse fuehrte durch das Tal zwischen den Bergketten. In Matjiesfontein gucken wir uns das Dorf an, das etwas wie eine viktorianische Wuestenstadt wirkt. Es ist echt malerisch und alle Haeuser haben so verschnoerkelte Schmiedearbeiten.
Die Berge auf dem Weg nach Kapstadt
Auf der weiteren Fahrt wich dann jegliche Vegetation (ok, vorher waren das auch nur Kakteen und Baeume entlang Fluessen) niedrigem Gebuesch. Die Hoehenlage wird auch langsam weniger. Wir sehen die Berge "The three sisters", eine Stadt, die ca 1,5 m hoch ueberflutet war, weil sie ins Tal eines ausgetrockneten Flusses gebaut wurde und die Weinfelder Suedafrikas zwischen den Bergen (nicht an den Haengen, wie in Deutschland).
Der Blick auf Kapstadt von weitem zeigt, dass der Tafelberg das Tischtuch traegt: Er ist wolkenverhangen.
Kapstadt selbst ist sonnig und macht einen sehr angenehmen Eindruck. Hier sind doch tatsaechlich Leute auf der Strasse unterwegs! WEISSE LEUTE!
Am Hostel angekommen verabschieden wir uns und ich checke ein. Das Hostel ist sehr ordentlich und macht einen guten Eindruck - fuer nur 120 R pro Nacht (ca 8 Euro).

Ausblick vom Hafen auf den Tafelberg
Dori in meinem Hostelbett
Ich will mich mit dem Brasilianer Gabriel am Riesenrad an der Waterfront treffen. Wir wollen zusammen die Garden Route bereisen. Wir haben uns etwas verfehlt, weil er versucht hat mich am Hostel abzuholen. Ich war aber auch zu spaet, weil ich die Strecke unterschaetzt habe und ja gar nicht wusste, wo ich hin musste. Ein Paerchen aus Kapstadt hat mich dann ein Stueckchen den Weg entlang begleitet. Sie haben mir geraten, die Seilbahn auf den Tafelberg im Vorfeld zu buchen, weil man dann jederzeit fahren kann. Rauf moechte ich da zwar eh laufen, aber wie ich im Sommer erfahren musste bekommt mir runter nicht so, also werde ich dann sicher fahren. Die fahren allerdings nur wenn wenig Wind ist und das kommt in Kapstadt wohl nicht ganz so haeufig vor.

Gabriel ist sehr sympathisch, aber etwas ruhig. Ich glaube, wir kommen gut miteinander aus. Wir sind schnell noch einkaufen gegangen und haben dann in seinem Hostel das Hostel fuer Oudtshoorn gebucht. Ausserdem hat er mich drauf aufmerksam gemacht, dass fuer Sylvester fast keine Hostels mehr frei sind - ich hab erstmal was ab dem 3. Januar gebucht, weil ich mich noch nciht so festlegen wollte und da war sein aeusserst cooles Hostel noch frei und da wollte ich auf jeden Fall hin. Es wurde zum besten Hostel Afrikas 2012 gewaehlt!
Ich bin dann relativ frueh ins Bett gegangen, weil der Bus ja morgens zwischen 7.15 und 8.30 kommen sollte.

Ich wollte also heute morgen mit dem BazBus nach George und von dort nach Oudtshoorn fahren. Im Hostel kann man sich aus einem bereitgestellten Teig morgens Pfannkuchen machen - meiner ist angebrannt, aber ich wollte nicht noch einen versuchen, weil der Bus ja jeden Moment kommen muss...
Ich habe also draussen auf den Bus gewartet und gewartet und gewartet... und er kam nicht.
Also habe ich die Rezeption dort anrufen lassen und der Fahrer hatte mich einfach vergessen. Zum Glueck hat sich die Frau am Telefon bereiterklaert mich zu fahren. Sie ist also dem Bus hinterhergefahren, der an einer Tankstelle auf uns gewartet hat. Glueck gehabt. Wenn ich noch laenger gewartet haette, waere er weg gewesen.
Im Bus sitze ich neben Verena, eine Deutsche, die in Namibia Geographie studiert und gerade Urlaub macht. Sie ist sehr nett, steigt aber in Mossel Bay aus. In George ist ausser Gabriel und mir nur noch eine blonde Frau auf dem Weg nach Oudtshoorn. Wir werden vom Fahrer des Backpackers Paradise abgeholt. Wir bezahlen 150 R fuer die Fahrt und werden im Karoo Soul rausgelassen. Das Hostel hat selbst keinen Fahrer und das nervt mich, also schlage ich vor, fuer die 2. Nacht im Backpackers Paradise zu uebernachten. Irgendwie gefaellt Gabriel das Karoo Soul nicht, und er wechselt spontan schon fuer diese Nacht und bezahlt sogar beide Hostels. Ich bleibe, weil ich es echt schoen finde. Das Hostel ist sauber, liegt oben auf einem Huegel und strahlt eine enorm entspannte Atmosphaere aus. Die Besitzerin ist ziemlich cool und das Haus einfach wundervoll. Ich schwimme also etwas im Pool und fange dann an, Abendessen zuzubereiten. Ich habe nur Nudeln und der Supermarkt hat schon zu, also wird es wohl bei nur Nudeln bleiben.
Turnen bei Sonnenuntergang
Dann kommt ein junger Mann in die Kueche und fragt, ob ich ein Foto von ihm und seiner Reisebegleitung machen kann. Er hebt sie hoch und wir kommen ins Gespraech ueber Akrobatik. Er wuerde das gerne mal ausprobieren.
Abendessen
Er ist uebrigens Mike aus Colorado und sie ist Alina aus Lueneburg. Die beiden haben sich in Wilderness kennengelernt und sie hat ihn spontan nach Oudtshoorn begleitet. Die beiden haben ein Straussenei gekauft und wollen es zubereiten. Die Hostelbesitzerin oeffnet es fuer uns und der Inhalt ist gigantisch. Wir machen 2 grosse Pfannen voll "Ruehrei-Omelette mit Nudeln" und geben sogar noch etwas von unserer Mahlzeit ab.

Wir sitzen abends noch ziemlich lange zusammen und Mike bietet an, mich frueh am naechsten Morgen ins Backpackers Paradise zu fahren - er hat naemlich einen Mietwagen. Wir werden uns wohl auch wiedersehen, da er zur gleichen Zeit in Knysna (sprich: Neissna) ist, wie ich und dann bringe ich ihm ein paar Akro-Sachen bei.

                       
Das Straussenei
An Schlaf ist leider nicht zu denken. Wir haben eine Muecke im Zimmer und ich kriege sie einfach nicht zu fassen. Dafuer bekomme ich jede Menge Stiche ab. Bloede Muecke!!!














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