Donnerstag, 20. Februar 2014

Tag 91 - Nach Hause

In Joburg im Flughafen habe ich versucht, für alles, was ich eingekauft hatte die Mehrwertsteuer zurückerstattet zu bekommen. Leider sind zwei meiner Belege nicht durchgegangen, darunter die Reitstiefel die mit am meisten gekostet haben, was echt ärgerlich war. Auf einem Beleg fehlte die Rechnungsnummer und auf dem anderen die Mehrwertsteuernummer. Warum stellt denn jemand solche Belege aus?

Mein Flugzeug ging um 22.20 Uhr in Richtung Dubai. Demenstprechend habe ich Joburg dann nur im Dunkeln von oben gesehen und konnte mich natürlich überhaupt nicht orientieren. Ich bin auch problemlos mit meinem übergroßen (und zu vielen) Handgepäck in den Flieger gekommen und es hat keiner was dagegen gesagt.
Obwohl mein Flugzeug fast komplett belegt war, hatte ich wieder Glück und hatte die ganzen drei Sitze für mich. Außer mir waren fast nur Chinesen oder Japaner im Flugzeug. Die sind für nachts eine ganz angenehme Gesellschaft, weil sie so leise sind. Allerdings haben die es ja super eilig. Beim reingehen konnten die überhaupt nicht warten, sondern haben sich sofort angestellt und dann ewig in der Schlange gestanden. Das käme mir nie in den Sinn, immerhin habe ich ja eh meinen gebuchten Sitz.

Ich habe es im Flugzeug geschafft, etwa 2 Stunden zu schlafen. Das Abendessen war super lecker, ebenso das Frühstück. Leider fehlten bei meinem Frühstück erst die Croissants und ohne Croissants ergab das Menü wenig Sinn. Ich hab dann aber noch zwei nachbekommen. Leider war es bei der Landung in Dubai sehr diesig, sodass man nicht wirklich viel sehen konnte. Fotografieren kann ich ja eh nicht mehr, aber ich hätte schon gerne einen etwas weiteren Blick gehabt. Dafür konnte man den Berufsverkehr sehr gut erkennen. Auf einer fünfspurigen Straße war es in der einen Richtung total leer und in der anderen rappelvoll.
Unser Flieger hatte starken Rückenwind und war deshalb 45 Minuten vor der geplanten Zeit in Dubai. Damit hatte ich ja gar nicht gerechnet. Die Chinesen oder Japaner scheinen das auch nicht bemerkt zu haben. Sobald das Flugzeug den Boden berührte, sind die aufgesprungen und wollten raus. Die Stewardessen sind echt sauer geworden und mussten die Leute in einer Tour erinnern, dass sie sitzen bleiben sollten wenigstens bis das Flugzeug steht. Da brach dann auch direkt ein riesiger Tumult aus, weil jeder zuerst an seinen Koffer und aus dem Flugzeug wollte. Dabei hatten wir doch jede Menge Zeit.

 Es war dann irgendwie morgens um 6 oder 7 und mein Anschlussflug sollte erst um 14.55 Uhr abfliegen. Ich hatte also Zeit ohne Ende. Im Terminal habe ich Liegen gefunden und es mir dort mit dem Computer und nem Buch gemütlich gemacht. Gegen 12 Uhr bin ich dann zu meinem Gate gegangen bzw gefahren.
Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass mir der Flughafen so unbekannt vorkam. Das lag daran, dass ich den Teil des Flughafens noch gar nicht gesehen hatte. Es gibt nämlich verschiedene Flughafengebäude, die mit einer Art U-Bahn miteinander verbunden sind und ich musste in mein Terminal mit der U-Bahn fahren. Der Flughafen ist also NOCH größer, als ich auf dem Hinweg schon festgestellt hatte. Der U-Bahnhof ist gigantisch, genau so wie das gesamte Gebäude. Man wusste wohl nicht, was man mit den kahlen Wänden machen sollte. Der U-Bahnhof ist nämlich sehr tief unten und man kann die hohen Wände ja nich kahl lassen. Deshalb war an beiden Stationen eine Art Wasserfallwand aufgestellt worden und direkt gegenüber wahnsinnig protzige Aufzüge und Rolltreppen.

Mein Flieger nach Düsseldorf hatte leider irgendwelche Probleme und deshalb konnten wir erst mit 40 Minuten Verspätung ins Flugzeug. Gestartet sind wir dann etwa 30 Minuten Verspätung. Die hat der Pilot aber ziemlich gut wieder wettgemacht.
Im Flugzeug ist mir dann sofort aufgefallen, dass ungewöhnlich viele Menschen darin Deutsch sprachen - nicht ganz so ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass der Flieger nach Deutschland flog, wohlgemerkt. Und die Deutschen sind SO laut und sie meckern und schimpfen die ganze Zeit nur.
Im Nahen Osten sind wir über ein schneebedektes Gebirge geflogen und der Herr, der vor mir saß hat Fotos gemacht, die er mir schicken möchte. Er war mit seiner Frau für ein paar Tage in Dubai und hat mir davon erzählt. Er war total begeistert und möchte auf jeden Fall wieder hinfahren.
Der Rest der Strecke war bewölkt bis wir ins Ruhrgebiet kamen. Dort war dann endliche klare Sicht und ich konnte mir das Lichtermeer ansehen. Die Städte sind aber alle sooo winzig im Vergleich zu Jo'burg, dessen Ende man meistens nichtmal sieht.

Auf dem Weg nach Münster habe ich dann schon am Skytrain im Flughafen drei Chinesen aufgegabelt, die auch nach Münster wollten - dachten sie zumindest. Ihr Hotel war allerdings in Rheine. Also habe ich ihnen am Automaten das NRW-Ticket rausgesucht und sie bis Münster begleitet und dort in den richtigen Zug nach Rheine gesetzt.
Im Nachtbus habe ich mich dann erstmal gehörig erschreckt, dass der beim Abbiegen auf der rechten Straßenseite gefahren ist. Das fühlt sich für mich im Moment ziemlich falsch an. Ich habe auch so eine Art Sprachmisserkennung entwickelt. Wenn mich jemand anspricht, den ich nicht kenne, gehe ich davon aus, dass er mich in Englisch anspricht und muss dann erstmal auf Deutsch umschalten.

Gegen 23 Uhr bin ich dann bei Kristina angekommen, die schon mit Kim auf mich gewartet hat. Vielen Dank für den schönen Abend, ihr beiden.

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