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| Giraffen |
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| Weißstörche |
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| nochmal Giraffen |
An unserem Abreisetag aus dem Kruger wurden wir morgens um
5 geweckt und es gab ein richtig gutes südafrikanisches (oder auch
irisches, englisches oder schottisches) Frühstück. Dann sind wir
pünktlich aufgebrochen zum Lethaba Restcamp und haben auf der Fahrt
nochmal ein paar Tiere gesehen - unter anderem einen älteren
Giraffenbullen mit angefressenen Ohren und einem fehlenden Stück
Schwanz. Das waren nicht - wie man vielleicht denken könnte - die bösen
bösen Raubtiere, sondern die Zecken. Durch den extremen Befall können
die Stellen nicht mehr heilen und dem Tier fehlen nach und nach Stücke
an Ohr und Schwanz. Ziemlich gemein, wenn ihr mich fragt.
Giraffen
sind übrigens wahnsinnig leise Tiere. Man hört sie nie Geräusche
machen. Sie haben ein extrem empfindliches Gehör und verständigen sich
untereinander mit Lauten, die für das menschliche Ohr schon nicht mehr
hörbar sind und über weite Distanzen mit Ultraschall.
Dann haben
wir auf der Fahrt noch sehr viele interessante (jedenfalls für die
Guides) Vögel gesehen, unter anderem alte Bekannte: Die Weißstörche aus
Europa!
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| der schwerste fliegende Vogel |
Im Lethaba Restcamp haben wir uns dann noch
eine Ausstellung über Elefanten angesehen. Dort wurden unter anderem die
Stoßzähne der berühmtesten Elefanten (sie waren für ihre großen
Stoßzähne berühmt!) ausgestellt. Und die waren wirklich riesig.
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| Wer findet das Tier? |
Um
den fiesen Potholes auszuweichen sind wir dann nicht wieder am
Phalaborwa-Gate aus dem Park gefahren, sondern bei Orpen, weiter
südlich. Auf dem Weg dahin sind uns noch ganz viele Tiere begegnet,
unter anderem eine junge Hyäne und eine Herde Elefanten, die direkt vor
unserem Auto die Straße überquert hat. Die hatten Elefantenbabys dabei
und waren mit einer Herde von etwa 20 Tieren unterwegs. Je weiter man
nach Süden fuhr, um so freier wurde die Landschaft und umso mehr Tiere
konnte man auch sehen. Auf einer Wiese ist uns dann noch eine Herde
Zebras begegnet, die nur etwa 2 Meter vom Auto entfernt standen, sowie
ein paar Strauße.
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| Da ist es! |
Hatte ich euch schon erzählt, dass das
Gehirn eine Straußes kleiner ist, als sein Auge? Die haben zwar große
Augen, aber schockierend ist das doch trotzdem. Die können Kilometerweit
gucken, aber wenn Gefahr kommt spielen sie "wenn ich dich nicht sehe,
siehst du mich auch nicht" und verstecken nur ihren Kopf.
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| schöne Landschaft |
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| süße Äffchen |
Als wir aus dem Kruger wieder draußen waren, sind wir in Richtung Drankesbege weitergefahren und haben uns dort die wichtigsten Touristenspots angesehen: Die 3 Rondavels, Berge, die wie Rundhütten aussehen. Von dem Aussichtspunkt aus hat man einen ganz herrlichen Blick auf den Blyde River Canyon und die Landschaft ist atemberaubend schön. Danach waren wir bei den Burkes Luck Potholes. Zitat von Kerstin: "Auf zu den Potholes! Dass ich das nach unseren bisherigen Erfahrungen jemals sagen würde..."
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| bei den Potholes |
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| Ich bei den Potholes |
Die Potholes sind echt super. An diesem Ort fließt ein anderer Fluss in den Blyde River Canyon und durch die Verwirbelungen, die dort entstehen wurden die Steine kreisrund ausgewaschen, sodass es tatsächlich aussieht, wie Schlaglöcher. Das Wasser ist außerdem wunderschön klar und kühl, sodass wir erstmal eine Zeit lang nur rumgesessen haben um die Umgebung zu genießen.
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| Kerstin auf der Brücke |
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| Die Potholes themselves |
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| schöne Landschaft |
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| Der Canyon bei den Potholes |
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| Kerstin und ich bei den Potholes |
Auf dem Rückweg zum Auto ist uns dann noch ein Baboon (Pavian) begegnet, der einen wildtiersicheren Mülleimer aufgebrochen hatte um darin nach Essensresten zu suchen. Ich hab vor den Tieren ziemlichen Respekt und Kerstin auch. Trotzdem haben wir ein paar Fotos von ihm gemacht, bis er von uns die Nase voll hatte.
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| Gibts hier was zu Essen? |
Anschließend sind wir weitergefahren bis Sabie und sind in unser Hostel eingezogen. Aus irgendeinem Grund ist die Gegend touristisch kaum erschlossen - wir waren die einzigen Leute im Hostel. Zum Abendessen waren wir dann im Restaurant und Kerstin hat endlich ihr Impala zu Essen bekommen.
Am nächsten Tag, den 6.2. hatten wir für vormittags bei Marc, dem Hostel und Adventure Tours-Betreiber eine Canyoning-Tour gebucht. Das war ganz interessant, weil er etwas total anderes unter Canyoning versteht als das, was ich schon gemacht habe. Anstatt uns Abzuseilen, sind wir den Fluss entlang geklettert. Es war auch kein richtiger Canyon, sondern eher ein Fluss durch den Wald. Wir hatten trotzdem total viel Spaß, zumal Marc seinen Hund mitgenommen hatte: einen weißen Husky, den er wegen der Hitze geschoren hatte. Allerdings hatte er noch einen Irokesenschnitt stehen gelassen. Der Hund - Aureon - war richtig süß und ist die ganze Zeit mitgelaufen und hat sich eigene Wege gesucht. Teilweise mussten wir am Ufer sogar ein bisschen klettern, aber das Highlight (abgesehen von dem einen Sprung in den Fluss) kam am Schluss: Wir sind bis zu den MacMac Falls gegangen und konnten unten unter den MacMac Falls baden. Bis unter die Wasserfälle runterschwimmen konnte man allerdings nicht, weil die so eine enorme Kraft hatten, dass man einfach nicht dagegen anschwimmen konnte. Und wenn wir es bis unter die Wasserfälle geschafft hätten, hätten die uns einfach unter Wasser gedrückt.
Auf dem Rückweg zum Hostel wurde uns dann auch klar, dass wir gerade rechtzeitig wieder zurückgekommen sind, weil ein wahnsinnig kräftiger Regenschauer runter kam. Das hatte leider auch zur Folge, dass meine frisch gewaschene Wäsche wieder nass geworden ist und wir anschließend nicht wie geplant reiten gehen konnten.
Statt dessen haben Kerstin und ich unseren eigenene Spielenachmittag veranstaltet. Wir haben Trivial Pursuit gespielt und mangels richtiger Spielsteine bunte Tampons benutzt (die gibts hier zu kaufen, sind bunt eingepackt) und anschließend noch Stadt-Land-Fluss und Rummycup.
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| Kerstin und Luca |
Am nächsten morgen hat es immernoch geregnet, aber nicht mehr so stark. Also sind wir zu Sharae zum Reiten gefahren. Sharae ist Debbies ältere Tochter (Cassidys Halbschwester) und betreibt einen kleinen Reitbetrieb in Sabie. Kerstin hatte einen Schimmel namens Luca und ich einen jungen Buckskin (keine Ahnung, was das auf Deutsch ist) namens Milo. Der Ausritt war wirklich schön, weil die Umgebung einfach toll ist. Allerdings mussten wir wegen des zu hohen Wasserstandes den Flüssen und weil sie unsere Wege blockiert haben den Holzfällern ausweichen, sodass wir ständig neue Wege gesucht haben. Sharae ist wirklich nett und kümmert sich super um ihre Pferde. Wir haben uns anschließend noch etwa eine Stunde mit ihr unterhalten, bis wir uns dann endlich auf den Weg gemacht haben - wir hatten ja noch eine ziemliche Fahrt vor uns.
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| Ich reite hinter Sharae |
Wir wollten abends bis Dundee fahren. Die Straßen dahin waren sogar ziemlich gut und wir konnten immer sehr gut die angegebene Geschwindigkeit fahren. Allerdings hatten wir zwischenzeitlich ein Problem mit dem Auto: Ich konnte plötzlich das Gaspedal nicht mehr so weit treten, wie ich wollte und hatte den Verdacht, dass es nicht mehr richtig zurückkäme. Als ich dann angehalten habe (an einer Landstraße wohlgemerkt und das ist in Südafrika schon echt mutig, aber ich konnte ja nicht anders), habe ich dann bemerkt, dass aus dem Auto ein Hebel abgefallen und darunter geraten war. Das war der Hebel, mit dem man normalerweise die Motorhaube öffnen würde. Ich konnte ihn zum Glück wieder passend anbringen und dann gings weiter.
Unser Hostel wurde von einem älteren Mann betrieben und war vergleichsweise teuer. Dafür hatten wir einen 2er-Schlafsaal (interessant, was manche Leute so als Schlafsaal bezeichnen) und außer uns war sowieso nur ein Amerikaner als Dauergast dort. Zur Begrüßung haben wir beide einen kostenlosen Wein bekommen. Meiner war super lecker: Der süßeste Weißwein, den ich je hatte!!!
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