In Joburg im Flughafen habe ich versucht, für alles, was ich eingekauft hatte die Mehrwertsteuer zurückerstattet zu bekommen. Leider sind zwei meiner Belege nicht durchgegangen, darunter die Reitstiefel die mit am meisten gekostet haben, was echt ärgerlich war. Auf einem Beleg fehlte die Rechnungsnummer und auf dem anderen die Mehrwertsteuernummer. Warum stellt denn jemand solche Belege aus?
Mein Flugzeug ging um 22.20 Uhr in Richtung Dubai. Demenstprechend habe ich Joburg dann nur im Dunkeln von oben gesehen und konnte mich natürlich überhaupt nicht orientieren. Ich bin auch problemlos mit meinem übergroßen (und zu vielen) Handgepäck in den Flieger gekommen und es hat keiner was dagegen gesagt.
Obwohl mein Flugzeug fast komplett belegt war, hatte ich wieder Glück und hatte die ganzen drei Sitze für mich. Außer mir waren fast nur Chinesen oder Japaner im Flugzeug. Die sind für nachts eine ganz angenehme Gesellschaft, weil sie so leise sind. Allerdings haben die es ja super eilig. Beim reingehen konnten die überhaupt nicht warten, sondern haben sich sofort angestellt und dann ewig in der Schlange gestanden. Das käme mir nie in den Sinn, immerhin habe ich ja eh meinen gebuchten Sitz.
Ich habe es im Flugzeug geschafft, etwa 2 Stunden zu schlafen. Das Abendessen war super lecker, ebenso das Frühstück. Leider fehlten bei meinem Frühstück erst die Croissants und ohne Croissants ergab das Menü wenig Sinn. Ich hab dann aber noch zwei nachbekommen. Leider war es bei der Landung in Dubai sehr diesig, sodass man nicht wirklich viel sehen konnte. Fotografieren kann ich ja eh nicht mehr, aber ich hätte schon gerne einen etwas weiteren Blick gehabt. Dafür konnte man den Berufsverkehr sehr gut erkennen. Auf einer fünfspurigen Straße war es in der einen Richtung total leer und in der anderen rappelvoll.
Unser Flieger hatte starken Rückenwind und war deshalb 45 Minuten vor der geplanten Zeit in Dubai. Damit hatte ich ja gar nicht gerechnet. Die Chinesen oder Japaner scheinen das auch nicht bemerkt zu haben. Sobald das Flugzeug den Boden berührte, sind die aufgesprungen und wollten raus. Die Stewardessen sind echt sauer geworden und mussten die Leute in einer Tour erinnern, dass sie sitzen bleiben sollten wenigstens bis das Flugzeug steht. Da brach dann auch direkt ein riesiger Tumult aus, weil jeder zuerst an seinen Koffer und aus dem Flugzeug wollte. Dabei hatten wir doch jede Menge Zeit.
Es war dann irgendwie morgens um 6 oder 7 und mein Anschlussflug sollte erst um 14.55 Uhr abfliegen. Ich hatte also Zeit ohne Ende. Im Terminal habe ich Liegen gefunden und es mir dort mit dem Computer und nem Buch gemütlich gemacht. Gegen 12 Uhr bin ich dann zu meinem Gate gegangen bzw gefahren.
Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass mir der Flughafen so unbekannt vorkam. Das lag daran, dass ich den Teil des Flughafens noch gar nicht gesehen hatte. Es gibt nämlich verschiedene Flughafengebäude, die mit einer Art U-Bahn miteinander verbunden sind und ich musste in mein Terminal mit der U-Bahn fahren. Der Flughafen ist also NOCH größer, als ich auf dem Hinweg schon festgestellt hatte. Der U-Bahnhof ist gigantisch, genau so wie das gesamte Gebäude. Man wusste wohl nicht, was man mit den kahlen Wänden machen sollte. Der U-Bahnhof ist nämlich sehr tief unten und man kann die hohen Wände ja nich kahl lassen. Deshalb war an beiden Stationen eine Art Wasserfallwand aufgestellt worden und direkt gegenüber wahnsinnig protzige Aufzüge und Rolltreppen.
Mein Flieger nach Düsseldorf hatte leider irgendwelche Probleme und deshalb konnten wir erst mit 40 Minuten Verspätung ins Flugzeug. Gestartet sind wir dann etwa 30 Minuten Verspätung. Die hat der Pilot aber ziemlich gut wieder wettgemacht.
Im Flugzeug ist mir dann sofort aufgefallen, dass ungewöhnlich viele Menschen darin Deutsch sprachen - nicht ganz so ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass der Flieger nach Deutschland flog, wohlgemerkt. Und die Deutschen sind SO laut und sie meckern und schimpfen die ganze Zeit nur.
Im Nahen Osten sind wir über ein schneebedektes Gebirge geflogen und der Herr, der vor mir saß hat Fotos gemacht, die er mir schicken möchte. Er war mit seiner Frau für ein paar Tage in Dubai und hat mir davon erzählt. Er war total begeistert und möchte auf jeden Fall wieder hinfahren.
Der Rest der Strecke war bewölkt bis wir ins Ruhrgebiet kamen. Dort war dann endliche klare Sicht und ich konnte mir das Lichtermeer ansehen. Die Städte sind aber alle sooo winzig im Vergleich zu Jo'burg, dessen Ende man meistens nichtmal sieht.
Auf dem Weg nach Münster habe ich dann schon am Skytrain im Flughafen drei Chinesen aufgegabelt, die auch nach Münster wollten - dachten sie zumindest. Ihr Hotel war allerdings in Rheine. Also habe ich ihnen am Automaten das NRW-Ticket rausgesucht und sie bis Münster begleitet und dort in den richtigen Zug nach Rheine gesetzt.
Im Nachtbus habe ich mich dann erstmal gehörig erschreckt, dass der beim Abbiegen auf der rechten Straßenseite gefahren ist. Das fühlt sich für mich im Moment ziemlich falsch an. Ich habe auch so eine Art Sprachmisserkennung entwickelt. Wenn mich jemand anspricht, den ich nicht kenne, gehe ich davon aus, dass er mich in Englisch anspricht und muss dann erstmal auf Deutsch umschalten.
Gegen 23 Uhr bin ich dann bei Kristina angekommen, die schon mit Kim auf mich gewartet hat. Vielen Dank für den schönen Abend, ihr beiden.
In 90 Tagen durch Afrika
Donnerstag, 20. Februar 2014
Mittwoch, 19. Februar 2014
Tag 90 - das große Finale
Als ich Samstag abend bei Michelle ankam, standen ganz viele Autos auf dem Hof. Ich war von Stan abgeholt worden, der für Peter arbeitet und auch auf dem Grundstück wohnt. Als ich ins Haus kam, tobten dort unzählige Kinder herum und Jenna hat mich darüber aufgeklärt, dass ich nicht ins Gästezimmer zurückziehen kann, weil dort gerade anderer Besuch untergebracht ist. Michelles Schwester Denise war mit ihrem Ehemann PJ (P steht wohl für Peter und das wäre ja sonst verwirrend) zu Besuch, um Candice zu sehen (ihre Tochter, die bei Michelle im Cottage wohnt - hatte ich glaube ich mal erwähnt). Außerdem waren noch ganz viele andere Freunde incl. Kinder zum Braai da. Das Braai war auch wirklich gut und ich sollte allen erzählen, was mir so auf meiner Reise passiert ist.
Sonntag hatten wir dann einen Voltinachmittag für die jüngeren Voltigierer, mit dem WEG-Team und mir als Trainer. Zu diesem Nachmittag hatte ich auch Caryns Voltigierer eingeladen, die einen kleinen Abschlusswettbewerb bekommen haben. Das war echt lustig, weil wir ja keine Richter da hatten. Wir hatten eigentlich nur einen Bock und Bewertungsbögen. Die Kinder mussten für ihre Musik selbst sorgen und haben sie von einem Laptop aus abgespielt und ich habe mich mit den Voltigierern aus dem Team in den Schatten gesetzt und Richter gespielt. Das macht eigentlich sogar ziemlich viel Spaß. Die haben ja hier ein sehr differenziertes Richtverfahren für die Kür, was wir uns in Deutschland dringend mal abgucken sollten.
Die Kids sind natürlich noch ganz am Anfang ihrer Voltigierlaufbahn, aber sie haben seit Dezember schon einiges dazugelernt. Trotzdem lagen die Noten dann doch eher bei 3-5, was ja nicht wirklich hoch ist. Aber sie hatten auch nur Küren mit 5-6 Übungen, weil wir für mehr einfach keine Zeit hatten (also beim Küren bauen).
Anschließend waren dann noch alle Kinder und Trainer im Pool. Ich hatte Sienna dabei und die hing ziemlich an mir. Das war für mich ok, weil die so leicht ist, dass man sie ohne weiteres duch die Gegend werfen und heben kann und sie hat auch Spaß dran. Anschließend habe ich mich bei allen anderen anwesenden Voltigierern und sonstigen Leuten verabschiedet. Ich finds total schön, dass dieser Nachmittag stattgefunden hat, weil ich dadurch so viele Leute nochmal gesehen habe.
Dann bin ich noch bei Janet vorbeigefahren und habe mit ihr und David eine ganze Zeit auf der Terrasse gesessen und geredet. Als ich mich dann auch von den beiden und Julia verabschiedet habe, ging es mir dann schon etwas schlecht. Eigentlich wäre ich gerne noch geblieben.
Zurück bei Michelle haben wir dann einen großen Ausritt veranstaltet: Sienna auf Lalita, Candice auf Agamo und ich auf Chandon begleitet von Jenna und Michelle auf ihren Fahrrädern. Das war echt schön, auch wenn Chandon etwas eiliger war, als ich das gerne gehabt hätte. Für den Abend wollten Candice und ich eigentlich Karten für die Rocky Horror Show haben, die gerade in Montecasino gespielt wird, aber die waren schon ausverkauft. Kein Wunder bei dem Preis: 100-350 Rand, also 7 - 25 Euro!!! Das ist ja geschenkt! Und der Nelson Mandela Film war auch nicht mehr im Kino (dabei wollte ich den doch unbedingt auf Englisch sehen und Kino ist sooo günstig in SA). Also hatten wir abends noch ein geselliges Zusammensitzen auf der Terrasse.
An meinem letzten Tag hatte ich noch ein Training mit Abby und Tristan für ihr Doppel. Die hatten ein bisschen was dran geändert, was ich dann zurückgeändert habe, weil die Kür sonst nur aus Handständen bestanden hätte. Jetzt ist sie sehr interessant und ich habe Megan angewiesen, worauf sie bei den Übergängen achten muss. Den Rest sollten sie jetzt alleine hinbekommen. Als ich dann zurück zu Michelle kam, wollte sie gerade mit Candice ausreiten gehen und ich habe mich spontan auf Lalita angeschlossen. Dafür musste ich zwar meine Reitstiefel und meine Hose wieder aus dem Koffer ausgraben - und die Schuhe hatte ich ganz professionell mit Socken, Unterwäsche und Tops gefüllt, damit sie schön ihre Form behalten.
Lalita hatte allerdings nicht so wirklich Lust auf mich. Sie ist ein etwas hektisches kleines Pony und so lieb wie sie vorher unter Sienna war, so sehr hat sie mich getestet. Ich hab sie aber auch geärgert und ihr verboten, vorzugehen. Um sie hinten zu halten musste ich sie teilweise den Weg seitwärts und rückwärts gehen lassen, aber zum Schluss hatte sie dann verstanden, dass ich sie in Ruhe lasse, wenn sie einfach brav im Schritt bleibt.
Dann war ich noch mit Candice, Sienna, Jenna und Siennas Freundin ein letztes mal im Pool bevor Evelyn mich zum Flughafen gefahren hat. Wir haben zwar etwas mit Candices GPS gekämpft (Michelles hat nämlich ne Macke und findet keine Satelliten mehr), aber wir haben es sehr pünktlich zum Flughafen geschafft. Ich fands ja schon traurig, mich von Michelle, Peter und den Kindern zu verabschieden, aber von Evelyn fand ich es noch schwieriger, weil sie die letzte war, die ich dann noch gesehen habe.
Sonntag hatten wir dann einen Voltinachmittag für die jüngeren Voltigierer, mit dem WEG-Team und mir als Trainer. Zu diesem Nachmittag hatte ich auch Caryns Voltigierer eingeladen, die einen kleinen Abschlusswettbewerb bekommen haben. Das war echt lustig, weil wir ja keine Richter da hatten. Wir hatten eigentlich nur einen Bock und Bewertungsbögen. Die Kinder mussten für ihre Musik selbst sorgen und haben sie von einem Laptop aus abgespielt und ich habe mich mit den Voltigierern aus dem Team in den Schatten gesetzt und Richter gespielt. Das macht eigentlich sogar ziemlich viel Spaß. Die haben ja hier ein sehr differenziertes Richtverfahren für die Kür, was wir uns in Deutschland dringend mal abgucken sollten.
Die Kids sind natürlich noch ganz am Anfang ihrer Voltigierlaufbahn, aber sie haben seit Dezember schon einiges dazugelernt. Trotzdem lagen die Noten dann doch eher bei 3-5, was ja nicht wirklich hoch ist. Aber sie hatten auch nur Küren mit 5-6 Übungen, weil wir für mehr einfach keine Zeit hatten (also beim Küren bauen).
Anschließend waren dann noch alle Kinder und Trainer im Pool. Ich hatte Sienna dabei und die hing ziemlich an mir. Das war für mich ok, weil die so leicht ist, dass man sie ohne weiteres duch die Gegend werfen und heben kann und sie hat auch Spaß dran. Anschließend habe ich mich bei allen anderen anwesenden Voltigierern und sonstigen Leuten verabschiedet. Ich finds total schön, dass dieser Nachmittag stattgefunden hat, weil ich dadurch so viele Leute nochmal gesehen habe.
Dann bin ich noch bei Janet vorbeigefahren und habe mit ihr und David eine ganze Zeit auf der Terrasse gesessen und geredet. Als ich mich dann auch von den beiden und Julia verabschiedet habe, ging es mir dann schon etwas schlecht. Eigentlich wäre ich gerne noch geblieben.
Zurück bei Michelle haben wir dann einen großen Ausritt veranstaltet: Sienna auf Lalita, Candice auf Agamo und ich auf Chandon begleitet von Jenna und Michelle auf ihren Fahrrädern. Das war echt schön, auch wenn Chandon etwas eiliger war, als ich das gerne gehabt hätte. Für den Abend wollten Candice und ich eigentlich Karten für die Rocky Horror Show haben, die gerade in Montecasino gespielt wird, aber die waren schon ausverkauft. Kein Wunder bei dem Preis: 100-350 Rand, also 7 - 25 Euro!!! Das ist ja geschenkt! Und der Nelson Mandela Film war auch nicht mehr im Kino (dabei wollte ich den doch unbedingt auf Englisch sehen und Kino ist sooo günstig in SA). Also hatten wir abends noch ein geselliges Zusammensitzen auf der Terrasse.
An meinem letzten Tag hatte ich noch ein Training mit Abby und Tristan für ihr Doppel. Die hatten ein bisschen was dran geändert, was ich dann zurückgeändert habe, weil die Kür sonst nur aus Handständen bestanden hätte. Jetzt ist sie sehr interessant und ich habe Megan angewiesen, worauf sie bei den Übergängen achten muss. Den Rest sollten sie jetzt alleine hinbekommen. Als ich dann zurück zu Michelle kam, wollte sie gerade mit Candice ausreiten gehen und ich habe mich spontan auf Lalita angeschlossen. Dafür musste ich zwar meine Reitstiefel und meine Hose wieder aus dem Koffer ausgraben - und die Schuhe hatte ich ganz professionell mit Socken, Unterwäsche und Tops gefüllt, damit sie schön ihre Form behalten.
Lalita hatte allerdings nicht so wirklich Lust auf mich. Sie ist ein etwas hektisches kleines Pony und so lieb wie sie vorher unter Sienna war, so sehr hat sie mich getestet. Ich hab sie aber auch geärgert und ihr verboten, vorzugehen. Um sie hinten zu halten musste ich sie teilweise den Weg seitwärts und rückwärts gehen lassen, aber zum Schluss hatte sie dann verstanden, dass ich sie in Ruhe lasse, wenn sie einfach brav im Schritt bleibt.
Dann war ich noch mit Candice, Sienna, Jenna und Siennas Freundin ein letztes mal im Pool bevor Evelyn mich zum Flughafen gefahren hat. Wir haben zwar etwas mit Candices GPS gekämpft (Michelles hat nämlich ne Macke und findet keine Satelliten mehr), aber wir haben es sehr pünktlich zum Flughafen geschafft. Ich fands ja schon traurig, mich von Michelle, Peter und den Kindern zu verabschieden, aber von Evelyn fand ich es noch schwieriger, weil sie die letzte war, die ich dann noch gesehen habe.
Tag 88 - Durban
Am 12.2. sind wir direkt nach dem Frühstück (es gab Pfannkuchen) und einem herzlichen Abschied aufgebrochen nach Durban. Dort hat sich Kerstin für den gleichen Abend einen Bus nach Storms River gebucht. Unsere Guides im Kruger haben nämlich erzählt, wie hässlich und gefährlich Durban sei und deshalb wollte Kerstin nicht bleiben.
Ich war im Happy Hippo Hostel untergebracht, das sehr groß und schön sauber war. Außerdem lag es fast direkt am Strand und direkt neben uShaka Marine World. Kerstin und ich sind noch an den Strand gegangen, weil ihr Bus erst nachmittags um 5 fuhr und wir waren bei einem Pakistani essen. Schon alleine wegen des Essens hätte sie länger bleiben müssen. Das ist in Durban nämlich sehr indisch und scharf - also genau ihr Fall.
Auf dem Rückweg zum Hostel sind wir durchs Wasser gegangen. Das ist extrem warm. Fast wie eine Badewanne. Am Strand haben viele Leute Sandskulpturen gebaut und wollten dafür Geld haben. Die waren echt ziemlich gut.
Ich hatte ja sicher mal geschrieben, dass Hinweisschilder und so in Südafrika nur Empfehlungen sind. Das gilt offensichtlich nicht für den Strand. Dort gibt es die Rettungsschwimmer, die links und rechts von ihrem Hochsitz Flaggen aufstellen und somit einen etwa 40 m breiten Strandbereich abtrennen. Zwischen den Flaggen darf gebadet werden, daneben nicht. Und da halten sich die Leute dran. Vor allem die Schwarzen, weil die meistens nicht schwimmen können und daher darauf angewiesen sind, gerettet zu werden, falls ihnen was passiert. Außerdem baden sie meistens einfach in ihrer Kleidung. Außerdem gibts hier - genau wie in P.E. - direkt an der Strandpromenade öffentliche Pools für Kinder. Die sind riesig, aber eben nicht tief. Ich finde die Idee witzig, Pools an den Strand zu bauen, aber sie werden ja offensichtlich benutzt.
In Durban ist es auch viel zu warm und unheimlich schwül. Man kann sich also sowieso nirgends aufhalten außer im Wasser. Ich habe allein an diesem einen Tag 3 mal geduscht.
Nachdem ich Kerstin zum Bus gebracht habe, treffe ich im Hostel Jess aus Australien. Sie promoviert in Cambridge und vergleicht Strategien von Nationalparks zur Kontrolle ihrer Tierpopulationen. Ihre Vergleichsobjekte sind irgendein Park in England und der Hluhluwe-iMfolozi-Park in Südafrika.
Abends habe ich dann Pläne für die nächsten beiden Tage gemacht und bin früh ins Bett gegangen - so früh, dass andere Leute mich geweckt haben, als sie eingecheckt sind.
Kerstin und ich hatten ein Problem mit einigen Geldscheinen. Kerstin hatte sie aus einem Automaten bekommen und die waren an jeweils einer Seite etwas eingerissen. Das wäre in Deutschland jetzt nicht so das Problem, aber Restaurants, Hostels und Tankstellen in SA haben sich geweigert, diese Scheine anzunehmen und haben uns gesagt, wir sollten damit zu einer Bank fahren um sie umzutauschen. Da Kerstin unterwegs war in ein Gebiet, in dem es nichtmal Automaten gab, habe ich also gesagt, ich würde die Scheine umtauschen.
Das ganze hat mich etwa einen halben Tag gekostet, einige Liter Benzin und zwei Parkhäuser. Mit dem Ergebnis, dass mich die erste Bank an die Reserve Bank weiterverwiesen hat, die die Scheine druckt und ich dort nicht reingelassen wurde, weil ich keinen Ausweis dabei hatte. Es ging um insgesamt 500 Rand, also etwa 35 Euro und ich hatte anschließend absolut keine Lust mehr darauf. Außerdem hatte ich keine Zeit mehr, weil ich um 13 Uhr am Moses Mhabida Stadion sein wollte, wo ich eine Segway Tour gebucht habe: Eine Stunde Segway fahren für 200 Rand (14 Euro). Und weil das Wetter so schön war, bin ich die 5 Kilometer dahin zu Fuß gegangen.
Das Segway fahren macht total Spaß. Ich konnte das Stadion von Innen sehen und anschließend sind wir sogar noch ein Stück Strandpromenade gefahren.
Das Stadion hat oben einen Bogen, der die beiden schmalen Seiten miteinander verbindet und sich y-förmig teilt. Damit soll es das Muster der südafrikanischen Flagge darstellen. Auf den Bogen kann man auch draufgehen und wenn man will daran so eine Art Bungee-Sprung machen, wo man aber statt runterzuspringen unter dem Bogen hin und her pendelt.
Ich bin nicht draufgegangen, da ich gerne zu Fuß drauf wollte und das gab es nur am Wohenende (wir hatten Donnerstag). Außerdem hatte ich mir schon beim Sparziergang und Segway fahren einen fiesen Sonnenbrand geholt. Deshalb habe ich mir auf dem Rückweg auch ein Handtuch über die Schultern gelegt, bin aber nur den halben Weg zurückgelaufen und habe mir dann bei einer Touristeninfo ein Taxi zum Victoria Street Market bestellt.
Der Markt ist nicht auf der Straße, sondern drinnen in einem Gebäude und da es schon 4 war haben die ersten Geschäfte auch schon zu gemacht. Ich habe trotzdem noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und bin dabei meine 5 kaputten Geldscheine lsogeworden. Die Schwarzen zahlen ja meistens eh bar und solange man die Scheine nicht bei einer Bank einzahlen will, sind die noch ihre 100 Rand wert.
Als ich dann etwas zu trinken gekauft habe, habe ich ein paar andere Touristen getroffen und sie angesprochen. Es stellte sich heraus, dass ich zwei davon schon aus Kapstadt kannte: Lisa und Leon. Sie hatten zwei Israelis dabei und wollten weiter auf einen anderen Markt. Also bin ich mitgekommen. Wir sind letztendlich über den schwarzafrikanischen Straßenmarkt gegangen, wo die schwarzen Südafrikaner selbst einkaufen. Allein hätte ich mich da nie hingetraut. Ich habe eine Ananas gekauft und anschließend haben wir die Minibus-Taxis genommen, um zu uShaka zurückzufahren. Das hätte ich mich allein auch nie getraut, war aber echt interessant. Da drinnen ist die Atmosphäre total entspannt. Es ist kein richtiges Taxi, aber auch kein Bus. Lisa, Leon und ich haben noch im uShaka eine Kleinigkeit gegessen und anschließend habe ich noch meine Ananas gemacht und mit Jess gegessen. Sie musste ihre Lebensmittel aufbrauchen, weil sie am nächsten Morgen abgereist ist.
Am nächsten Tag bin ich ins uShaka Marine World gegangen. Das ist im Prinzip zweigeteilt: Es gibt ein Aquarium und einen Wasser-Erlebnispark. Das Aquarium selbst ist in einem Schiffswrack untergebracht. Es ist ganz nett gemacht, aber man bekommt wenig Information es sei denn, man fragt die Volunteers - und die können einem eine ganze Menge erzählen. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf den Haien, deren Aquarien ich widerum etwas zu klein finde. In den Haiaquarien/Raubfischaquarien kann man auch tauchen/schnorcheln gehen. Das hab ich aber nicht gemacht, weil ich das im Aquarium irgendwie komisch finde.
Außerdem haben die noch Pinguine, Robben und Delfine. Man kann sogar ein Date mit einer Robbe oder einem Delfin haben. Die Delfine sind aber total teuer und man kann sie im Prinzip nur streicheln und füttern und das nur für 10 Minuten. Das war es mir dann auch nicht wert, also hab ich es nicht gemacht.
Das Erlebnisbad besteht aus einem viel zu warmen Planschbecken für Erwachsene (ist maximal hüfttief), einem Kinderbecken, einem sehr langen Strömungsfluss, den ich 4 mal auf einem Reifen durchschwimme und der an dem Delfinbecken vorbeiführt. Dort habe ich mich festgehalten und die Delfine beobachtet. Dann gibt es noch ganz viele Wasserrutschen: Einige normale, eine mit einem riesigen Reifen, dann welche mit kleinen Reifen, drei wahnsinnig steile (ich traue mich bis zur mittelhohen und das tut schon saumäßig weh) und eine, bei der man wahnsinnig schnell wird und dann in eine Art Trommel gelangt, in der man noch einige Male ins Runde rutscht. Dabei ist man so schnell, dass man es nicht mehr schafft, den Kopf anzuheben, weil er so nach außen gedrückt wird. Die Rutsche hab ich mich auch nur einmal getraut.
Danach war ich noch im "dangerous creatures" oder so - einer Reptilienausstellung, die auch dazugehört, aber separat ist. Dort erzählte mir ein Mitarbeiter einiges über die Schlangen und wir haben mit einigen anderen Besuchern ein langes Gespräch über die riesige Python (???), die etwa 7 m lang und über 100 kg schwer ist. Sie ist über Umwege von privaten Haltern in die Ausstellung gekommen. So ein Tier kann ja auch niemand zuhause haben.
In der Ausstellung habe ich Jess (ja, schon wieder ein doppelter Name) und Johann kennengelernt, die in St. Lucia für eine Krokodilstation arbeiten. Sie haben gerade Urlaub gemacht und waren auch im Happy Hippo Hostel. Jess kommt aus Kanada und war bei der Krokodilstation ursprünglich mal Volunteer und Johann arbeitet hauptberuflich mit Krokodilen und Schlangen.
Wir sind abends zusammen Essen gegangen und hatten total Glück, dass wir überhaupt einen Tisch bekommen haben. Es war ja gerade Valentinstag und der wird hier wohl sehr groß gefeiert. Das ganze Restaurant war total überfüllt mit Pärchen und es gingen Sänger rum, um an den Tischen für einen zu singen.
Ich hatte mir Bunny Chow bestellt. Das ist eine lokale Spezialität indischer Abstammung. Im Prinzip ist das ein ausgehöhltes Weißbrot mit einem Currygericht drin. Das war allerdings so scharf, dass ich mir ein Milchshake dazubestellen musste und es trotzdem nicht ganz aufgegessen habe.
Dann haben wir uns noch für den nächsten Tag für eine Ocean Safari verabredet - eine Fahrt aufs Meer, um die dort lebenden Tiere (Haie, Robben, Delfine, im Winter auch Wale) zu sehen. Die Safari war für 11 Uhr angesetzt und sollte eine Stunde dauern. Danach sollte ich gegen halb 2 am Hostel sein, um auf meinen Flughafentransfer zu warten. Vormittags sind wir ein bisschen am Strand entlanggegangen und dann zur Ocean Safari. Die hatten allerdings Probleme mit ihrem Boot. Da es keinen richtigen Hafen gibt, müssen die Boote immer vom Strand gestartet werden und dafür müssen sie mit einem Traktor an den Strand gefahren werden. Irgendwie war jedenfalls das Boot nicht da und der Traktor war zu sehr mit anderen Booten beschäftigt. Ich habe bis viertel nach 12 gewartet, aber da immer noch kein Boot in Sicht war, bin ich zurückgegangen, habe mein Geld erstattet bekommen und bin zum Flughafen gefahren.
Auf dem Rückflug sind wir über die Drakensberge geflogen. Die sehen auch von oben ganz schön spektakulär aus, auch wenn das was direkt unter einem liegt ziemlich eindimensional ist.
Ich war im Happy Hippo Hostel untergebracht, das sehr groß und schön sauber war. Außerdem lag es fast direkt am Strand und direkt neben uShaka Marine World. Kerstin und ich sind noch an den Strand gegangen, weil ihr Bus erst nachmittags um 5 fuhr und wir waren bei einem Pakistani essen. Schon alleine wegen des Essens hätte sie länger bleiben müssen. Das ist in Durban nämlich sehr indisch und scharf - also genau ihr Fall.
Auf dem Rückweg zum Hostel sind wir durchs Wasser gegangen. Das ist extrem warm. Fast wie eine Badewanne. Am Strand haben viele Leute Sandskulpturen gebaut und wollten dafür Geld haben. Die waren echt ziemlich gut.
Ich hatte ja sicher mal geschrieben, dass Hinweisschilder und so in Südafrika nur Empfehlungen sind. Das gilt offensichtlich nicht für den Strand. Dort gibt es die Rettungsschwimmer, die links und rechts von ihrem Hochsitz Flaggen aufstellen und somit einen etwa 40 m breiten Strandbereich abtrennen. Zwischen den Flaggen darf gebadet werden, daneben nicht. Und da halten sich die Leute dran. Vor allem die Schwarzen, weil die meistens nicht schwimmen können und daher darauf angewiesen sind, gerettet zu werden, falls ihnen was passiert. Außerdem baden sie meistens einfach in ihrer Kleidung. Außerdem gibts hier - genau wie in P.E. - direkt an der Strandpromenade öffentliche Pools für Kinder. Die sind riesig, aber eben nicht tief. Ich finde die Idee witzig, Pools an den Strand zu bauen, aber sie werden ja offensichtlich benutzt.
In Durban ist es auch viel zu warm und unheimlich schwül. Man kann sich also sowieso nirgends aufhalten außer im Wasser. Ich habe allein an diesem einen Tag 3 mal geduscht.
Nachdem ich Kerstin zum Bus gebracht habe, treffe ich im Hostel Jess aus Australien. Sie promoviert in Cambridge und vergleicht Strategien von Nationalparks zur Kontrolle ihrer Tierpopulationen. Ihre Vergleichsobjekte sind irgendein Park in England und der Hluhluwe-iMfolozi-Park in Südafrika.
Abends habe ich dann Pläne für die nächsten beiden Tage gemacht und bin früh ins Bett gegangen - so früh, dass andere Leute mich geweckt haben, als sie eingecheckt sind.
Kerstin und ich hatten ein Problem mit einigen Geldscheinen. Kerstin hatte sie aus einem Automaten bekommen und die waren an jeweils einer Seite etwas eingerissen. Das wäre in Deutschland jetzt nicht so das Problem, aber Restaurants, Hostels und Tankstellen in SA haben sich geweigert, diese Scheine anzunehmen und haben uns gesagt, wir sollten damit zu einer Bank fahren um sie umzutauschen. Da Kerstin unterwegs war in ein Gebiet, in dem es nichtmal Automaten gab, habe ich also gesagt, ich würde die Scheine umtauschen.
Das ganze hat mich etwa einen halben Tag gekostet, einige Liter Benzin und zwei Parkhäuser. Mit dem Ergebnis, dass mich die erste Bank an die Reserve Bank weiterverwiesen hat, die die Scheine druckt und ich dort nicht reingelassen wurde, weil ich keinen Ausweis dabei hatte. Es ging um insgesamt 500 Rand, also etwa 35 Euro und ich hatte anschließend absolut keine Lust mehr darauf. Außerdem hatte ich keine Zeit mehr, weil ich um 13 Uhr am Moses Mhabida Stadion sein wollte, wo ich eine Segway Tour gebucht habe: Eine Stunde Segway fahren für 200 Rand (14 Euro). Und weil das Wetter so schön war, bin ich die 5 Kilometer dahin zu Fuß gegangen.
Das Segway fahren macht total Spaß. Ich konnte das Stadion von Innen sehen und anschließend sind wir sogar noch ein Stück Strandpromenade gefahren.
Das Stadion hat oben einen Bogen, der die beiden schmalen Seiten miteinander verbindet und sich y-förmig teilt. Damit soll es das Muster der südafrikanischen Flagge darstellen. Auf den Bogen kann man auch draufgehen und wenn man will daran so eine Art Bungee-Sprung machen, wo man aber statt runterzuspringen unter dem Bogen hin und her pendelt.
Ich bin nicht draufgegangen, da ich gerne zu Fuß drauf wollte und das gab es nur am Wohenende (wir hatten Donnerstag). Außerdem hatte ich mir schon beim Sparziergang und Segway fahren einen fiesen Sonnenbrand geholt. Deshalb habe ich mir auf dem Rückweg auch ein Handtuch über die Schultern gelegt, bin aber nur den halben Weg zurückgelaufen und habe mir dann bei einer Touristeninfo ein Taxi zum Victoria Street Market bestellt.Der Markt ist nicht auf der Straße, sondern drinnen in einem Gebäude und da es schon 4 war haben die ersten Geschäfte auch schon zu gemacht. Ich habe trotzdem noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und bin dabei meine 5 kaputten Geldscheine lsogeworden. Die Schwarzen zahlen ja meistens eh bar und solange man die Scheine nicht bei einer Bank einzahlen will, sind die noch ihre 100 Rand wert.
Als ich dann etwas zu trinken gekauft habe, habe ich ein paar andere Touristen getroffen und sie angesprochen. Es stellte sich heraus, dass ich zwei davon schon aus Kapstadt kannte: Lisa und Leon. Sie hatten zwei Israelis dabei und wollten weiter auf einen anderen Markt. Also bin ich mitgekommen. Wir sind letztendlich über den schwarzafrikanischen Straßenmarkt gegangen, wo die schwarzen Südafrikaner selbst einkaufen. Allein hätte ich mich da nie hingetraut. Ich habe eine Ananas gekauft und anschließend haben wir die Minibus-Taxis genommen, um zu uShaka zurückzufahren. Das hätte ich mich allein auch nie getraut, war aber echt interessant. Da drinnen ist die Atmosphäre total entspannt. Es ist kein richtiges Taxi, aber auch kein Bus. Lisa, Leon und ich haben noch im uShaka eine Kleinigkeit gegessen und anschließend habe ich noch meine Ananas gemacht und mit Jess gegessen. Sie musste ihre Lebensmittel aufbrauchen, weil sie am nächsten Morgen abgereist ist.
Am nächsten Tag bin ich ins uShaka Marine World gegangen. Das ist im Prinzip zweigeteilt: Es gibt ein Aquarium und einen Wasser-Erlebnispark. Das Aquarium selbst ist in einem Schiffswrack untergebracht. Es ist ganz nett gemacht, aber man bekommt wenig Information es sei denn, man fragt die Volunteers - und die können einem eine ganze Menge erzählen. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf den Haien, deren Aquarien ich widerum etwas zu klein finde. In den Haiaquarien/Raubfischaquarien kann man auch tauchen/schnorcheln gehen. Das hab ich aber nicht gemacht, weil ich das im Aquarium irgendwie komisch finde.
Außerdem haben die noch Pinguine, Robben und Delfine. Man kann sogar ein Date mit einer Robbe oder einem Delfin haben. Die Delfine sind aber total teuer und man kann sie im Prinzip nur streicheln und füttern und das nur für 10 Minuten. Das war es mir dann auch nicht wert, also hab ich es nicht gemacht.
Das Erlebnisbad besteht aus einem viel zu warmen Planschbecken für Erwachsene (ist maximal hüfttief), einem Kinderbecken, einem sehr langen Strömungsfluss, den ich 4 mal auf einem Reifen durchschwimme und der an dem Delfinbecken vorbeiführt. Dort habe ich mich festgehalten und die Delfine beobachtet. Dann gibt es noch ganz viele Wasserrutschen: Einige normale, eine mit einem riesigen Reifen, dann welche mit kleinen Reifen, drei wahnsinnig steile (ich traue mich bis zur mittelhohen und das tut schon saumäßig weh) und eine, bei der man wahnsinnig schnell wird und dann in eine Art Trommel gelangt, in der man noch einige Male ins Runde rutscht. Dabei ist man so schnell, dass man es nicht mehr schafft, den Kopf anzuheben, weil er so nach außen gedrückt wird. Die Rutsche hab ich mich auch nur einmal getraut.
Danach war ich noch im "dangerous creatures" oder so - einer Reptilienausstellung, die auch dazugehört, aber separat ist. Dort erzählte mir ein Mitarbeiter einiges über die Schlangen und wir haben mit einigen anderen Besuchern ein langes Gespräch über die riesige Python (???), die etwa 7 m lang und über 100 kg schwer ist. Sie ist über Umwege von privaten Haltern in die Ausstellung gekommen. So ein Tier kann ja auch niemand zuhause haben.
In der Ausstellung habe ich Jess (ja, schon wieder ein doppelter Name) und Johann kennengelernt, die in St. Lucia für eine Krokodilstation arbeiten. Sie haben gerade Urlaub gemacht und waren auch im Happy Hippo Hostel. Jess kommt aus Kanada und war bei der Krokodilstation ursprünglich mal Volunteer und Johann arbeitet hauptberuflich mit Krokodilen und Schlangen.
Wir sind abends zusammen Essen gegangen und hatten total Glück, dass wir überhaupt einen Tisch bekommen haben. Es war ja gerade Valentinstag und der wird hier wohl sehr groß gefeiert. Das ganze Restaurant war total überfüllt mit Pärchen und es gingen Sänger rum, um an den Tischen für einen zu singen.
Ich hatte mir Bunny Chow bestellt. Das ist eine lokale Spezialität indischer Abstammung. Im Prinzip ist das ein ausgehöhltes Weißbrot mit einem Currygericht drin. Das war allerdings so scharf, dass ich mir ein Milchshake dazubestellen musste und es trotzdem nicht ganz aufgegessen habe.
Dann haben wir uns noch für den nächsten Tag für eine Ocean Safari verabredet - eine Fahrt aufs Meer, um die dort lebenden Tiere (Haie, Robben, Delfine, im Winter auch Wale) zu sehen. Die Safari war für 11 Uhr angesetzt und sollte eine Stunde dauern. Danach sollte ich gegen halb 2 am Hostel sein, um auf meinen Flughafentransfer zu warten. Vormittags sind wir ein bisschen am Strand entlanggegangen und dann zur Ocean Safari. Die hatten allerdings Probleme mit ihrem Boot. Da es keinen richtigen Hafen gibt, müssen die Boote immer vom Strand gestartet werden und dafür müssen sie mit einem Traktor an den Strand gefahren werden. Irgendwie war jedenfalls das Boot nicht da und der Traktor war zu sehr mit anderen Booten beschäftigt. Ich habe bis viertel nach 12 gewartet, aber da immer noch kein Boot in Sicht war, bin ich zurückgegangen, habe mein Geld erstattet bekommen und bin zum Flughafen gefahren.
Auf dem Rückflug sind wir über die Drakensberge geflogen. Die sehen auch von oben ganz schön spektakulär aus, auch wenn das was direkt unter einem liegt ziemlich eindimensional ist.
Tag 84 - Auf Ponys durch Lesotho
Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass das Gaspedal nicht mehr richtig funktionierte. Wenn ich draufgetreten habe, kam kaum eine Reaktion und ich war der Meinung, dass sich das normalerweise auch weiter treten ließ, als die wenigen Zentimeter, die ich zu dem Zeitpunkt zu Stande brachte. Also haben wir am Straßenrand angehalten, nachdem wir uns vergewissert hatten, dass sonst niemand hielt und ich habe mir das Gaspedal angeguckt. Das Problem war dann doch nicht so schwerwiegend, wie wir zuerst gedacht hatten. Wenn es was schlimmes gewesen wäre, wäre das auch echt gemein gewesen, weil wir ja nicht mitten im Nirgendwo liegenbleiben wollten. Das triviale Problem war einfach nur, dass bei dem letzten Schlagloch - und seit dort hatte ich das Problem - der Hebel zum Öffnen der Motorhaube abgefallen war und sich unter dem Gaspedal verkeilt hatte. Ich musste ihn also nur wieder an den ursprünglichen Platz montieren und schon war der Schaden behoben. Wir lernen daraus: Der Chevrolet Spark ist ein Bausatz-Auto, was man ganz einfach ineinanderstecken kann - wie Lego.
Um zu unserem Ziel, dem Khotso Hostel und Horse Trails zu kommen, mussten wir die schlimmste Dirt Road entlangfahren, die uns bis dahin untergekommen ist. Das bewog uns somit auch zu der Entscheidung, in Underberg keine Tagesausflüge zu unternehmen, damit wir die Straße nur noch genau einmal selbst fahren müssen - nämlich bei der Abreise.
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| Schafe streicheln |
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| Wir haben ein Fohlen getroffen |
Als wir später beim Abendessen waren, kamen diejenigen zurück, die gerade die Ponytrekking-Tour gemacht haben, auf die wir als nächstes gehen wollten. Sie waren mitten im Gebirge von dem Gewitter überrascht worden, das wir gehört hatten und mussten das dann unter einen winzigen Überhang gekauert aussitzen. Die beiden waren ziemlich fertig mit den Nerven und ziemlich nass. Sie haben uns noch wertvolle Tipps gegeben, was wir mitnehmen sollten und was nicht und vor allem, dass die Satteltaschen nicht wasserdicht seien und wir zusätzlich alles in Tüten verpacken müssten. Davon abgesehen waren sie aber restlos begeistert und der Meinung, dass sie nie etwas besseres gemacht hätten.
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| Der Grenzübergang |
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| Kerstin am Grenzübergang |
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| So sah der Ritt aus meiner Perspektive aus |
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| Wir reiten einen Berg hoch |
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| Ausblick aufs Tal |
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| Da sind wir langgeritten |
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| Da ist das Gewitter! |
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| Kurz vor der Mittagspause |
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| Da gibts was zu sehen! |
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| Dori hoch zu Ross |
Es ging dann noch etwas höher hinauf und genau auf unserem höchsten Punkt, einer relativ freien Hochebene, hat uns das Gewitter dann doch noch eingeholt.
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| Dori hat nen super Ausblick |
Somit waren Kerstin und ich auch ziemlich fertig, als Steven endlich anhielt und uns aus einer Quelle etwas trinken ließ. Das Gewitter ist nämlich zum Glück nicht genau in unsere Richtung gezogen, sondern einigermaßen parallel dazu, sodass wir tatsächlich nur unter der Wolke weglaufen mussten. Alles andere hätte ich körperlich und nervlich auch nicht ausgehalten. Und nein - ich übertreibe hier nicht: Das ist SAUanstrengend!!!
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| Wir reiten auf dem ganz schmalen Pfad |
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| Unsere Lodge |
Dann sind wir auf einem winzigen schmalen Pfad am Berg entlanggeritten und irgendwann kam unsere Lodge dann in Sicht. Das Dorf drumherum besteht aus vereinzelten kleinen Hütten, dazwischen laufen Hunde, Pferde und Esel herum und am Berghang bauen die Bewohner auf kleinen Feldern Nahrung an und lassen ihr Vieh weiden.Kurz bevor wir die Lodge erreichten, wurden wir von einem Hund begrüßt. Steve hat ihn Baby Boy getauft, allerdings wird er den Namen wohl bald in Big Boy ändern, weil Baby Boy mittlerweile ein Teenager ist. So sieht er jedenfalls aus. Außerdem hat er wohl Flöhe oder irgendwelche anderen Parasiten, denn er kratzt sich die ganze Zeit irgendwo. Steven hat ihm extra ein Mittel dagegen mitgebracht und wollte, dass das irgendwer aufträgt, aber das hat scheinbar keiner getan.
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| Das ist mein Hund! |
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| Die Küche |
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| Die Sitzecke |
Strom gibt es natürlich keinen. Dafür stehen für nachts viele Petroleumlampen zur Verfügung und die waren wir ja schon aus dem Krugerpark gewohnt.
Nach Baby Boy haben wir dann noch den zweiten Hund kennengelernt. Eine goldene Hündin, sehr schüchtern aber total hübsch. Steven füttert die beiden immer, weil die Besitzer es scheinbar nicht tun. Für seinen nächsten Besuch will er den beiden sogar eine Wurmkur besorgen.
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| Blick vom Berg auf die Lodge |
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| Ausblick vom Berg |
Für abends hat Steven uns ein richtig leckeres Essen gekocht, von dem auch Cossy und sein Freund David mit satt geworden sind. Das mit der Dusche hat an dem Abend für mich allerdings nicht so gut geklappt. Ich habe als letzte geduscht, als das Feuer schon sehr weit runtergebrannt war und das Wasser kaum noch aufgeheizt hat.
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| Ausblick von der Höhle aus |
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| noch mehr Ausblick |
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| und noch mehr |
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| und noch mehr |
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| wir vor dem Ausblick |
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| Das kleine Mädchen von nebenan |
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| Unsere Pferde vor der Lodge |
Am nächsten Morgen hat uns Steven früh geweckt und uns ein leckeres Frühstück gekocht. Hier gibts ja genau wie in Großbritannien und Irland das herzhafte Frühstück mit Bacon und co. Dazu gabs dann Porridge (so was wie Haferschleim).
Steven ist in diesem Dorf scheinbar der Hauptarbeitsgeber. Neben Cossy beschäftigt er nämlich noch eine Frau, die die Lodge putzt. Ich habe ihr mein lila T-Shirt geschenkt, was ich am Tag vorher getragen habe. Es hat ein paar Löcher und war nicht gewaschen, aber sie hat sich riesig gefreut. Mit dem Waschen nehmen es die Leute in Lesotho wohl eh nicht so genau. Die Jungs riechen jedenfalls sehr streng. Und mit sehr streng meine ich: Ich habe noch nie vorher jemanden getroffen, der SO sehr riecht.
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| Ausblick |
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| Wir sind unterwegs |
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| Stevens Pony auf dem steilen Pfad |
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| Das Haus des Häuptlings |
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| Kerstin und ich beim Häuptling |
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| Ich melke die Kuh |
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| Wir besichtigen die Schule |
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| Kerstin und ich mit den Kindern |
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| die Kinder, die wir besucht haben |
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| alte Felsmalereien |
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| schöne Landschaft |
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| noch mehr Landschaft |
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| Ich springe in den Fluss |
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| Dann treiben wir die Strömung entlang |
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| Und hier können wir uns entspannen |
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| Kerstin und ich unterwegs |
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| auch unterwegs |
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| Baby-Baby boy und ich |
Als dann Wolken aufzogen sind wir eilig zurückgeritten und sind genau mit dem Anfang des Regens an der Lodge angekommen. Den restlichen Nachmittag über haben Kerstin und ich dann Rommee, Domino, Wer bin ich und Black Stories gespielt - so wie am Abend vorher, während Steven ein Brot gebacken hat. Wir haben dann auch noch Besuch von Baby Baby Boy - dem ganz kleinen Welpen von nebenan - bekommen und ihn mit dem restlichen Brotteig aus der Schüssel gefüttert. Der ist noch ganz winzig und total kuschelig.
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| ist der nicht süß? |
Die Sättel unserer Ponys sind übrigens total bequem, aber sie scheuern an den Beinen. Kerstin hatte nach dem ersten Tag total blaue Flecken und ich hatte nach diesem Tag auch welche.
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| Mein Hund |
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| Ausblick aus dem Fenster |
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| ein Einwohner aus Lesotho |
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| Suchbild: Wo bin ich? |
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| Ich turne am Wasserfall |
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| Rambo und ich |
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| Ich turne auf Rambo |
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| und noch mehr geturne |
Kerstin war so erschöpft, dass sie auf der Fahrt eingeschlafen ist. Anschließend sind wir nochmal zum Pool gegangen, weil es immernoch so heiß war und der Schäferhund Karoo kam mit. Er spielt für sein Leben gerne Stöckchen holen und aus dem Hostel spielt schon keiner mehr mit ihm, weil sie so genervt sind. Das problematische ist allerdings, dass er offensichtlich Schmerzen in einem Bein hat und das kaum noch benutzt. Spielen will er aber trotzdem noch. Ich habe mich sogar 2 mal getraut, von der Plattform zu springen und Kerstin einmal. Abends sind wir dann mit den Leuten vom Hostel Essen gegangen. Die hatten das eh vor und wir hatten keine Lebensmittel mehr. Das Essen gehen war richtig cool und wir haben uns super mit den Hostelmitarbeitern verstanden. Wir waren übrigens mal wieder die einzigen Gäste.
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