Donnerstag, 28. November 2013

Tag 8 - Wildlife Experience

Hallo erstmal und schön dass ihr das hier noch lest, obwohl ich immer so viel schreibe (und versprochen hatte es nicht zu tun).
Danke nochmal an meine Familie dass ihr an meinem Geburtstag so eine tolle Überraschungsparty für mich gemacht habt und dass ihr alle da wart.

Ich habe jetzt meine ersten "wilden" Tiere gesehen und ich fange an, etwas Geld zu verdienen.

Gestern vormittag habe ich meine erste Unterrichtsstunde gegeben. Zwei von Carols Kindern, Gaby und Noodle, hatten erst ein Voltitraining mit Bongani. Sie haben Wassergymnastik gemacht, also allgemeines Fitnesstraining während ich ein bisschen im Pool umhergeschwommen bin. Dann kam Cassidy dazu und wir haben ein bisschen Akrobatik und Krafttraining gemacht. Die drei sind echt süß und strengen sich auch gut an. Nur Cassidy ist leider recht ängstlich. Immerhin hat sie alle Übungen auch ausprobiert und für den ersten Versuch auch gut hinbekommen.

Weihnachtsstimmung in Südafrika
 Anschließend haben wir Julia aus der Schule abgeholt und ich habe ein Foto von dem extrem geschmückten Vorgarten direkt bei der Schule gemacht.

Es war mal extrem gutes Wetter und es hat bis abends nicht geregnet. Ihr könnt euch nicht wirklich beklagen über euer Wetter zuhause. Ich hatte hier bisher glaube ich noch keinen Tag ohne Regen.


Von der Schule aus sind wir zum Lion Park (http://www.lion-park.com) gefahren, haben da gegessen und ich hab Postkarten gekauft. Ich finde die allerdings so schön, dass ich sie fast nicht verschicken will. Außerdem reichte das Geld was ich dabei hatte in dem Moment nicht mehr für Briefmarken. Das muss ich machen, wenn ich aus Swaziland wieder da bin.



Die beiden erwachsenen Giraffen haben direkt bei der Einfahrt auf uns gewartet.

Löwenbabys beim Spielen

Die einzige Hyäne die stillgehalten hat. Alle anderen waren zu aktiv.

Grasfläche für die Zebras, Antilopen und sonstige

Eine große Antilopenart und weiße Hoodidoos

Der hier war allein unterwegs und hat sich vom Giraffenfutter ernährt.

Die Meerkatzen halten Wache

... und spielen

Im Lion Park gab es so eine Art kleinen Zoo mit jungen Cheetas (sind das auf deutsch Geparden? Die enorm schnellen Raubkatzen jedenfalls), Löwenbabys, zwei Hyänenarten, Meerkatzen (ich hoffe, die heißen auf Deutsch auch so. Hier jedenfalls Meerkatz.), jungen Straußen und einem "Wildpark" mit Zebras, vier Giraffen, Straußen und verschiedenen Antilopenarten.

Die Antilopen kann ich noch nicht so richtig auseinanderhalten. Es gab auf jeden Fall Springbok, Impala, Wilderbeest und einige andere.
Zuerst waren wir allerdings im (jaaa IM) Gehege mit den jungen Löwen, die man dort streicheln konnte. Uns wurde vorher gesagt, wir sollen die Löwen nur mit der flachen Hand streicheln und nicht zu zaghaft, damit sie uns nicht für Fliegen halten. Die Löwen waren ziemlich faul im Gegensatz zu ihren jüngeren Geschwistern nebenan, die die ganze Zeit am Toben waren. Immerhin sind sie aufgestanden und ein bisschen herumgelaufen während wir da waren.
Julia und ich mit den schlafenden Löwen

Dori mit den schlafenden Löwen

Da ist doch ein Löwe aktiv geworden...
Der hier hat sich oben auf den Berg verkrümelt und guckt zu wie seine Geschwister gestreichelt werden.

Julia mit einem Löwen

Der hier übt schon für König der Löwen.

Die Mamagiraffe und ich

Die Giraffen waren ausgebrochen und sind frei im "Zoo"-Teil rumgelaufen. Wobei sich der Park nicht als Zoo, sondern eher als Zuchtstation für bedrohte Arten sieht, sodass der Ausdruck also nicht so wirklich passt. Die erwachsene weibliche Giraffe lief also im Zoo rum. Die sind ganz schön groß wenn man daneben steht. Ich hätte aufrecht unter ihr durch gehen können. Hab ich aber nicht, weil die doch ganz schön Respekt einflößen. Stattdessen hab ich ihren Partner gefüttert. Der stand nämlich an der Futterstation und wurde teilweise sogar ziemlich zudringlich. Er wollte die Schleife an meinem T-Shirt fressen. Es gab dann noch zwei jüngere Giraffen, die eine war wahrscheinlich vom letzten Jahr und traute sich nicht so richtig zur Futterstation und "Zoe" war gerade erst im Oktober geboren und machte noch einen richtig babyhaften Eindruck. Ihr Hals ist auch noch zu kurz um auf dem Boden zu fressen.


Dori mit der Giraffe

Ich füttere den Giraffenpapa


Jetzt will er meine Schleife am T-Shirt fressen...

Baby Zoe

Nach dem "Zoo"-Teil sind wir noch in den Safari-Teil gefahren. Nach einer Fahrt durch die Antilopen und Zebras ging es in die Löwen-Gehege. Trotz vieler Warnungen man solle die Fenster geschlossen halten, haben Julia und Janet die Fenster komplett runtergefahren, um besser fotografieren zu können. Ich hätte das ja von mir aus nicht gemacht und ich hatte auch immer den Finger auf dem Knopf zum Fenster hochfahren, aber die Löwen waren bei den Temperaturen wohl eh zu faul um irgendwas zu unternehmen.

Die drei haben beobachtet, dass der Futterwagen herumfuhr.


Ich habe mir noch die Touri-Mitbringsel angesehen und diese Holzfiguren die es da gibt sind gar nicht so teuer -  und sicher ist der Lion Park nicht der günstigste Ort für so was. Für 5 € bekommt man schon eine 20-30 cm hohe Giraffe. Ich hätte da spontan eher das 5-10 fache geschätzt.
Auf dem Rückweg sind wir noch am Krokodil- und Reptilienpark vorbeigekommen. Da möchte ich auch noch hin, aber dafür sind Janet und Julia wohl nicht so zu haben.

Zuhause haben Julia und ich dann Lasagne gekocht und während die im Ofen war haben wir Julias Übungen gemacht. Der zweite Physiotherapeut hat 12 Übungen für die Mannschaft zusammengestellt anhand derer er den Fitnessstand misst. Julia hatte ziemlich wenig Punkte (3) und wir wollen sie bis Mitte Dezember auf 8-10 Punkte bringen. Die Übungen sind echt fies und ich hab heute Muskelkater.

Heute hatte ich dann noch Training mit Jenna und Sienna, den Kindern von Michelle. Die Familie muss jede Menge Geld haben. Das Grundstück ist riesig, die haben ein enorm großes Haus mit großem Pool (25 m oder mehr) und einem Stall mit 3 Pferden, Wiesen und Reitplätzen. Alles ziemlich edel da. Jenna und Sienna waren süß. Jenna ist erst 5 und Sienna vielleicht 7 und die beiden haben mich gefragt ob ich bei ihnen bleiben würde. Vielleicht komme ich Anfang Januar dort hin, aber vorher fahre ich nach Kapstadt und bereise die Garden Route.

Heute nachmittag war dann noch Team-Training und die haben eine enorm coole Kür für die Weltreiterspiele zusammengestellt. Ich habe einige Akrobatik-Sachen gemacht und mit den Kleinen vermehrt Fahne und Handstände geübt.

Und jetzt muss ich langsam mal schlafen. Ich stehe ja um 6 schon wieder auf damit wir pünktlich losfahren nach Swaziland.

Das mit dem kurz fassen hab nicht klappt. Vielleicht habt ihr es ja schon bemerkt.
Nächste Woche habe ich dann womöglich wieder ziemlich viel aus Swaziland zu berichten.

Montag, 25. November 2013

Tag 6 - Vaulting All Stars

Zuerst bekommt ihr jetzt mal (zum eifersüchtig machen) ein Bild vom Blick aus meinem Fenster:


Das Netz ist über dem Pool damit der kleine Sohn der Haushälterin nicht hineinfällt. Es ist irgendwie doof dass man es immer abmachen muss wenn man schwimmen gehen will. Außerdem ist der Pool nicht so groß wie ich erwartet hatte. Er ist maximal 10 m lang, sodass man beim Schwimmen ständig umdrehen muss.
Hier gibt es jede Menge coole Vögel und wenn die Hunde sie mal nicht verjagen kann man sie auch fotografieren. Der auf dem Bild mit dem langen Schnabel ist etwa so groß wie eine Katze, aber etwas plumper. Die sieht man hier ständig. Sie heißen Hoodidoos (keine Ahnung ob das so richtig geschrieben ist) und machen jede Menge Krach beim Fliegen.



Bailey und Max
Donnerstag Nachmittag war ich zum ersten Mal mit bei Julias Team Training. Die Mannschaft besteht aus 7 Voltigierern, dem Pferd "Mr Watts" sowie Lars Hansen als Trainer und Dustin, einem Voltigierer aus Holland, als Co-Trainer. Insgesamt ist das ganze Voltigiersystem hier anders aufgebaut als in Deutschland. Hier fangen Kinder nicht in Mannschaften an zu voltigieren, sondern als Einzelvoltigierer nur mit Kür auf dem Bock. In eine Mannschaft kommt man nur wenn man gut genug ist. Das scheint nicht ganz einfach zu sein, da es in ganz Gauteng (die Provinz um Johannesburg) nur insgesamt 3 Mannschaften gibt, davon zwei in A (höchste Klasse) und eine in E (niedrigste Klasse). Die Leistungsklasse dürfen sich die Gruppen quasi selbst aussuchen, richtet sich aber generell auch danach in welchen Klassen die einzelnen Voltigierer im Einzelvoltigieren sind. Da man aber nach einer bestimmten Anzahl absolvierter Wettkämpfe automatisch aufsteigt, steigt demnach wohl auch die Leistungsklasse der Gruppe.

Am Donnerstag war jedenfalls das letzte Training vor der 1. Sichtung zur Weltmeisterschaft, die am Wochenende stattfand. In der Pflicht sind die Voltigierer sowieso alle gut, weil die die gleichen Übungen ja auch im Einzel turnen, aber die Kür war ziemlich unsicher. Das Niveau der Kür ist mit M** in Deutschland vergleichbar und auch schön gestaltet (das ist wohl Lars zu verdanken). Allerdings ist es wohl nur die abgespeckte Version und bis zu den Weltreiterspielen will Lars die Schwierigkeit noch enorm steigern.
Das Training musste leider vorzeitig abgebrochen werden, weil ein Gewitter aufzog und es durch die Wolken enorm dunkel wurde. Der Außenplatz hat leider keine Beleuchtung.

Abends haben wir noch die Trikots für die Mannschaft fertig gemacht. Es sind ganz schlichte dunkelblaue mit Stehkragen und wir haben an beiden Seiten eine Doppellinie mit Glitzersteinen geklebt. Das Ergebnis sieht echt gut aus, aber es war auch eine ganze Menge Arbeit.

Freitag Mittag war ich dann in der Reithalle zum dekorieren. Der Wettkampfzirkel wurde mit niedrigen Stangen abgetrennt, die Hallenwände wurden mit schwarzen Stoffen behängt und als Sonnenschutz rote und graue Tücher aufgespannt. Das ist ein Aufwand wie er in Deutschland erst bei Landesmeisterschaften betrieben wird. Außerdem gab es drei Tribünen und wir haben jede Menge kleine Bäumchen aufgestellt. Die Bäumchen wurden alle wie Weihnachtsbäume dekoriert: Mit Lichterketten, Kugeln und Glitzergirlanden. Um die weißen Stangen die den Zirkel abtrennten wurde rotes Schleifenband gewickelt damit sie aussehen wie diese Zuckerstangen. Außerdem wurden noch zwei künstliche Weihnachtsbäume und ein Weihnachtsmann im Eingangsbereich aufgestellt. Bei über 20 Gad im Schatten fühlt sich das echt seltsam an.

Der dekorierte Voltigierzirkel

Wir waren mit dem dekorieren relativ schnell fertig und die Voltigierer hatten zwar freitags schon ihren ersten Wettkampf, aber bis dahin waren noch etwa zwei Stunden Zeit, sodass ich mit zu Carol gefahren bin. Sie hat 4 Töchter und die drei Jüngsten haben mich scheinbar sofort ins Herz geschlossen. Die Leute hier haben einen Hang zu seltsamen Namen: Eins der Kinder heißt Dimitra (wird Noodle genannt) und eins heißt Mecilla (wird Cilla gerufen) - und das sind bei weitem nicht die seltsamsten. Dafür scheint man hier keine Vorurteile gegen bestimmte Namen zu haben, weil es einfach so viele seltsame Namen gibt.
Carol hat 9 (!!!) Hunde, davon einige ziemlich große und keiner gut erzogen. Hier scheint wirklich jeder mindestens einen Hund zu haben und die Leute können überhaupt nicht verstehen, dass irgendwer KEINEN Hund hat. Außerdem haben die Kinder noch ein Lamm, das sie mit der Flasche aufziehen.

Ich füttere das Lamm
 Das Lamm ist total niedlich. Es läuft einem überall hin hinterher und ist sowieso total zutraulich auch den Hunden gegenüber.
Da es nachmittags ziemlich warm war sind wir in Carols Pool schwimmen gegangen:

 Dann wollten mir die Kinder noch ihre Ponys zeigen. Sie haben vier Ponys, allerdings hat die älteste Tochter (die mir ihren Badeanzug geliehen hat) hier kein eigenes mehr. Dafür arbeitet sie als professionelle Reiterin auf dem Lippizaner-Gestüt.


Abends war dann das Turnier. Ich habe der Mannschaft die Haare gemacht - das war schnell erledigt, weil es nur drei Frisuren waren. Die drei Jungs waren ja eh raus und Paballo, ein kleines schwarzes Mädchen, hat viel zu kurze Haare.
Hier machen die Voltigierer ihr Pferd auch nicht selbst fertig. Für jedes Pferd fahren 1-2 grooms - Pferdepfleger - mit und trotzdem finden die Leute ihr ihre Turniere stressig. Ich persönlich war noch nie auf einem kleineren und entspannteren Turnier.

Ein eindeutiges Highlight war Bongani, der einzige männliche Einzelvoltigierer der A-Klasse. Er hatte keine Einlaufmusik abgegeben und ihm wurde deshalb Barbie Girl zugeteilt. Das täte in Deutschland tatsächlich keiner, aber wir hatten jede Menge Spaß. Unsere Mannschaft hat übrigens gewonnen, weil die eine durchweg gute Pflicht haben und das andere Team quasi keine Kür gezeigt hat. Die sind nichtmal zur Siegerehrung geblieben, was hier allerdings scheinbar nicht zur Disqualifikation führt.

Samstag waren wir wieder sehr früh da, weil Julia mit dem Technikprogramm und der Kür gestartet ist. Sie hat das Technikprogramm vorher nur 2 mal auf dem Pferd trainiert.

Julia im Technikprogramm

Ich und Helen an Richtertisch A

Ab Mittags habe ich dann als Schreiber am Richtertisch geholfen. Das Richtverfahren ist hier extrem gut. Ein Richter macht nur das Pferd und hat einen extrem aufschlussreichen Bogen zur Bewertung des Pferdes. Alle anderen Richter machen die Pflicht und teilen dann die Kür unter sich auf. Einer bewertet Gestaltung und Musikinterpretation. Für die Gestaltung gibt es sogar einen "inoffiziellen" Extrabogen, der die Notenfindung erleichtert. Ein oder zwei andere Richter machen dann noch den Schwierigkeit und Ausführung-Teil, wie er in Deutschland auch ist. Den Rest sollte man aber tatsächlich bei uns auch mal einführen. Das ist auch für die Voltigierer super aufschlussreich.

Lexis Kür

Julias Kür

Bonganis Kür (ohne Barbiegirl-Einlauflied)
 Während der Küren war ich am Richtertisch mit Helen. Sie kommt aus Durban und möchte mich gerne mal dorthin einladen, weil jemand da eine Mannschaft gründen möchte.

Julia ist in ihrem Wettkampf zweite geworden hinter Lexi. Ich halte es für gut möglich dass die beiden nächstes Jahr zur Weltmeisterschaft fahren. Immerhin sind sie auf der Longlist.
Sonntag waren wir wieder beim Turnier und ich habe wieder geschrieben. Jetzt waren die ganzen kleinen Kinder dran. Ich habe Steffi kennengelernt, eine Deutsche die jetzt seit 8 Jahren hier ist und bald sogar Nationalrichterin wird. Ich habe insgesamt jede Menge Leute kennengelernt, vor allem einige für die ich verschiedene Aufgaben übernehmen soll.

Am Donnerstag treffe ich mich mit einer Frau, die gerne einen Voltigierverein gründen möchte und von Freitag bis Dienstag fahre ich mit Dustin nach Swaziland um dort ein Trainingscamp zu leiten.

Ich versuche auch immernoch, jemanden zu finden, der über Weihnachten und Neujahr mit mir verreist. Ich kann zwar solange bei Carol oder sonst wem bleiben, aber eigentlich möchte ich ja was vom Land sehen.

Heute war ich das erste mal in unserem eigenen Pool und Bailey war mit schwimmen. War schon mal jemand mit nem Hund schwimmen? Bailey paddelt so enorm dass sie mich mit ihren Vorderpfoten gekratzt hat wenn ich nicht aufgepasst habe und Max findet Wasser total doof.

Donnerstag, 21. November 2013

Tag 1 - Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt

Ich habe ja versprochen kurze Einträge zu schreiben, also drückt mir die Daumen, dass das klappt.
Heute ist ja schon Donnerstag, also ist es jetzt schon vorgestern dass ich aufgebrochen bin. Vielen Dank an alle die mir zum Abflug noch SMS geschrieben haben. Da hab ich mich echt drüber gefreut.

Das Flugzeug vorm Start
Mein Sitzplatz im Flugzeug















Ich habe jetzt ja meinen ersten Langstreckenflug hinter mir und ich kann euch sagen: Mit Emirates zu fliegen ist ziemlich cool. Auf dem Flug von Düsseldorf nach Dubai war das Flugzeug fast leer. Ich hatte einen Fensterplatz gebucht und die beiden Plätze neben mir waren frei, ebenso wie fast alle mittleren Reihen mit vier Plätzen. Dort haben sich auch tatsächlich Leute zum Schlafen quer über die Sitze gelegt. Ich bin derweil in meiner Reihe geblieben. Da hatte ich immerhin drei Sitze zum Beine ausstrecken und konnte mich mit dem Rücken ans Fenster lehnen.

Etwa eine halbe Stunde nach Abflug gab es erstmal Essen. Es gab eine Auswahl zwischen Hähnchen mit Kartoffeln und Sauce als zweites Menü indisches Lamm Vindaloo. Ich hab das Lamm genommen und es war richtig gut.
Mein Abendessen
Die Flugstrecke führte über Österreich, Ungarn, Rumänien, das schwarze Meer, Türkei, Syrien, Irak und den persischen Golf. Es war leider ziemlich bewölkt sodass nicht allzu viel zu sehen war. Über Irak sind wir über ein Gewitter geflogen. Das sah von oben ziemlich beeindruckend aus.
Um kurz nach 6 Ortszeit (3 Uhr in Deutschland) bin ich in Dubai angekommen. Mein Anschlussflug ging um 10.15 Uhr Ortszeit, sodass ich etwa vier Stunden Aufenthalt hatte. Der Flughafen ist riesig und somit konnte ich ziemlich viel Zeit mit rumlaufen verbringen.
Sonnenaufgang in Dubai
Ich im Flughafen in Dubai
Vögel baden im Flughafen in Dubai
Skyline von Dubai
Dubai von oben
Wüste von oben
Regen über Johannesburg

Skyline von Johannesburg "city"
Runde Äcker in Südafrika
Im Flugzeug nach Johannesburg bin ich sofort eingeschlafen, weil ich ja fast die gesamte Nacht wach war. Der Gangplatz wurde in der Zwischenzeit von einer älteren Chinesin besetzt und ich wurde geweckt als es Essen gab. Ich hatte ja mit einem Frühstück gerechnet, aber es war mittlerweile so spät, dass es Mittagessen gab. Ich hatte für diesen Flug vegetarisch bestellt - es gab letztendlich vegan - und das Essen mit Fleisch wäre so viel besser gewesen. Wieder asiatisch, diesmal mit Hähnchen oder ein Fischgericht. Kurz bevor wir im Südafrikanischen Luftraum waren gab es dann noch ein Sandwich und das war wirklich sehr lecker. Dazu wurde Tee und Kaffee serviert. Ich habe unterwegs einen Film geguckt, was allerdings schwierig ist, weil das Flugzeug sehr laut ist. Die bequemen und leisen Plätze ganz vorne sind ja von der ersten Klasse und der Business Class belegt.
Dubai sieht im Hellen echt interessant aus von Oben. Man sieht fast nur Wüste. In Nordafrika das gleiche Bild. Erst in Zielnähe wurde es dann grüner. Hier gibt es ganz viele kreisförmige Ackerflächen, was aus dem Flieger echt lustig aussieht.

Auf der Reise dorthin ging der Flug über Oman, Jemen, Somalia, Tansania, Malawi (incl. Malawisee), Mosambik und Zimbabwe. 
Über Johannesburg hing gerade eine riesige Regenwolke, was ziemlich imposant aussah.

Im Flughafen ging alles ziemlich Reibungslos. In mein Visum wurde mir sogar ein Tag mehr eingetragen als ich ausgerechnet hatte.
Janet hat mich im Ankunftsbereich abgeholt, auch wenn sie etwas spät war, weil hier Regen wohl ein ähnliches Chaos auf den Straßen verursacht wie bei uns Schnee. Bevor sie kam habe ich mit zwei Deutschen gesprochen in der Hoffnung, dass sie über Weihnachten und Neujahr hier herumreisen, aber dann sind die wieder weg. Ein Versuch wars Wert.

Zur Familie hier gehören neben Janet noch ihr Mann David und die Tochter Julia, die ich beim Volti trainieren soll. Sie geht in die 9. Klasse und lernt gerade für ihre letzte Prüfung vor den Ferien. Das ist ein ganz interessantes Schulfach. Es heißt "Life orientation". Keine Ahnung, was man dafür so lernt. Außerdem gibts noch zwei Hunde: Bailey, eine Golden Retriever Hündin und Max, einen Yorkshire Terrier. Dann wohnt hier auch noch eine Katze, die aber direkt mal versucht hat, mich zu kratzen und zwei Goldfische in einem Mini-Aquarium. Da blutet mir echt das Herz wenn ich das sehe, aber ich kann ja wohl kaum ankommen und hier rumkritisieren. Ich werd vielleicht mal bei Gelegenheit ganz vorsichtig was anmerken. Der eine Fisch macht eh einen ziemlich schlechten Eindruck.

Gestern abend gab es hier dann erstmal das volle Familienprogramm. Davids Mutter und sein Bruder mit dessen Freundin waren zu Besuch.

Ich bin danach recht früh ins Bett gegangen. Immerhin habe ich im Flugzeug relativ wenig geschlafen. Ich habe die ganze Nacht das Plätschern vom Pool gehört (der hat nen kleinen Wasserfall) und ein paar ziemlich laute Vögel vor denen ich mich erstmal gehörig erschreckt habe, weil sich deren Laute entfernt wie ein menschlicher Schrei anhören.